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Ein Stück Berliner Mauer kommt nach Brüssel und der Erlös geht an die Krebsstiftung

Elia, der Betreiber des belgischen Hochspannungsnetzes, hat am Montag ein Stück Berliner Mauer vor seinem Betriebsgelände im Brüsseler Stadtteil Schaarbeek aufgestellt. Das Unternehmen erwarb dieses Stück europäische Geschichte im Rahmen einer Versteigerung für den guten Zweck. Das bedeutet, dass rund 55.000 € an die Krebsstiftung „Kom Op Tegen Kanker“ („Steh auf gegen Krebs“) fließen. Das Mauerstück aus Berlin ist 3,6 m hoch und 1,2 m breit. 

„Dieses Stück Mauer symbolisiert einerseits die Verbundenheit unseres Unternehmens mit 50Hertz, unserem Schwesterunternehmen in der deutschen Hauptstadt. Viele unserer Mitarbeiter sind unseren Kollegen dort sehr verbunden“, so Chris Peeters, CEO der Elia Group - Belgiens Netzbetreiber Elia ist indirekt Hauptaktionär bei 50Hertz. „Andererseits ist es für uns auch ein Symbol für die Art und Weise, wie wir als Länder Europas zusammenarbeiten müssen, damit wir alle bis 2050 CO²-frei werden können,“ so Peeters weiter.

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Im Rahmen der letzten Versteigerung bei der Brüsseler Kunst- und Antikmesse BRAFA Anfang des Jahres kamen insgesamt 5 Stücke aus der Berliner Mauer unter dem Hammer. Elia ersteigerte eines davon für 55.000 € für den guten Zweck. „Das ist eine phantastische Spende, die wir in dieser schwierigen Coronazeit gut gebrauchen können. Krebspatienten haben es jetzt noch schwerer als wir uns vorstellen können. Also wird dieses Geld gut angelegt“, sagte Marc Michiels von der Krebsstiftung „Kom Op Tegen Kanker“ („Steh auf gegen Krebs“).

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Das Mauerstück aus Berlin wurde bei Elia in Schaarbeek so aufgestellt, dass es für alle, die sich dafür interessieren, sichtbar ist, unterstreicht Elia-CEO Peeters abschließend: „Wir kaufen nicht einfach so ein Stück Beton, sondern ein Stück echte Geschichte. Es ist gut erhalten und die Graffiti auf der Mauer sind noch deutlich sichtbar. So sieht man noch immer die Frustration der Menschen damals. Wir stellen es mit Absicht da auf unserem Gelände auf, wo es viele Menschen sehen können.“ 

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