Gegenüberstellung zwischen Kevin De Bruyne und seinem in U-Haft befindlichen Makler

Die belgische Bundesstaatsanwaltschaft hat am Montagmorgen für eine Gegenüberstellung zwischen dem Fußballprofi Kevin De Bruyne (Manchester City, belgische Nationalmannschaft) und dessen Makler Patrick De Koster (Foto) gesorgt. Dieser befindet sich in Untersuchungshaft. Ihm wird unter anderem Geldwäsche und Unterschlagung vorgeworfen. Sein Schützling De Bruyne hatte ihn angezeigt.

Patrick De Coster ist Ende August festgenommen worden und kam in Untersuchungshaft. Die Vorwürfe gegen die Spielermakler sind schwerwiegend: Geldwäsche, Unterschlagung, Urkundenfälschung und der Gebrauch von gefälschten Dokumenten. Der Fall liegt unter anderem bei der hiesigen Anti-Korruptionsbehörde CDBC.

Wie erst kürzlich bekannt wurde, hatte Kevin De Bruyne bereits Ende 2019 gegen seinen Makler geklagt, denn dieser soll zu Unrecht Prämien und Kommissionen eingestrichen haben, als sein Schützling noch in der deutschen Bundesliga beim VfL Wolfsburg spielte. Das war in den Jahren 2014 und 2015.

De Koster weist alle Vorwürfe gegen sich zurück, doch die Brüsseler Ratskammer entschied sich gegen eine vorzeitige Freilassung. Der Makler bleibt also vorläufig weiter in U-Haft in der Brüsseler Haftanstalt Sint-Gillies.

Am Montagvormittag kam es auf Drängen der Staatsanwaltschaft zu einer Gegenüberstellung zwischen Kläger und Beklagtem. Kevin De Bruyne wurde danach noch von zuständigen Ermittlungsrichter verhört. Weder Anwalt des Fußballprofis, noch De Bruyne gaben danach Angaben zu den Vorgängen oder Kommentare dazu ab.

Kevin De Bruyne (Foto unten) hält sich derzeit in Belgien auf, da die Nationalmannschaft in diesen Tagen Spiele in der Nations League absolviert und auch hier trainiert. 

Kevin De Bruyne spielte 2014 und 2015 beim VfL Wolfsburg. In dieser Zeit soll sein Makler Patrick De Koster unberechtigt Prämien und Kommissionen für sich abgezweigt haben.
AFP

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