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Anzahl Museumsbesucher in der Tourismushochburg Brügge sinkt drastisch

Wer Brügge vor dem Ausbruch der Corona-Epidemie besucht hat, erinnert sich gewiss an die Touristenscharen in den schmalen Gassen des malerischen Grachtenstädtchens. Wer heute durch Brügge streift, profitiert fast ungestört von der einzigartigen Kulisse. Sehr zum Leidwesen der lokalen Wirtschaft. Nur 200.000 Eintritte in die Museen der Stadt wurden verzeichnet. 2019 waren es noch 800.000 gewesen …

Die Zahl der Museumsbesucher in Brügge ist ein zuverlässiger Anhaltspunkt für die aktuelle Lage der lokalen Unternehmer, die unzählige Hotels, Restaurants und Tourismusattraktionen betreiben. Vor der Corona-Krise verzeichnete die westflämische Stadt 800.000 Museumseintritte. Seit Anfang 2020 sind es mittlerweile mal gerade 200.000 geworden.

Die Tourismusbehörden sind gezwungen, eingreifend Maßnahmen zu treffen. So wollen sie den Eintrittspreis für die Museen um 1 bis 2 Euro anheben. Die Verteuerung des Eintrittspreises soll den finanziellen Schaden infolge der Corona-Epidemie begrenzen, aber reichen wird es nicht, befürchtet der Brügger Kulturschöffe Nico Blontrock: „Langsam geht es wieder aufwärts, dennoch ist die Lage nicht mit früher zu vergleichen. 1 Euro oder 2 Euro mehr pro Eintrittskarte macht die Verluste nicht wett. Aber wir können auch keine 5 oder 10 Euro extra anrechnen.“

Gruuthuse Museum
musea Brugge
Werk des Groeninge Museum
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