Radio 2

Älter als Amazon und bol.com: Colruyt macht den Collishop dicht

Die Supermarktkette Colruyt hat sich entschlossen, ihren Webshop Collishop am 9. November zu schließen. Der seit 1983 bestehende Non-Food-Laden kam nicht gegen die jüngeren Konkurrenten wie Amazon und bol.com an. Die 150 Mitarbeiter des Non-Food-Geschäfts werden alle innerhalb der Colruyt-Gruppe weiter beschäftigt.

Webshops, die keine Nahrungsmittel, sondern andere Waren verkaufen – sogenannte Non-Food-Läden – müssen sich spezialisieren, wenn sie in der heutigen Wirtschaft Erfolg haben wollen. Das sagt Dieter Struyve von Colruyt. Die belgische Supermarktkette will sich daher auf die weitere Spezialisierung seiner Nischenläden Dreamland, Dreambaby, Fiets! und MyUnderwear24 zulegen, und zwar sowohl in den Internet- als auch in den stationären Filialen seiner Fachgeschäfte.

Collishop war einer der ersten und ältesten Webshops in Belgien. Die Konkurrenz der US-amerikanischen Plattform Amazon und des niederländischen Ahold-Delhaize-Ablegers bol.com war in den letzten Jahren zu groß geworden.

Zum Nachteil wurde dem Collishop auch, dass er sich als Marke nicht hervortun konnte, erklärt Marketingfachfrau Els Bruegelmans von der KU Leuven: „Ganz am Anfang hat Colruyt es versäumt, den Collishop als Marke zu etablieren.“

Collishop-Pick-up-Stellen bleiben erhalten

Auch wenn der Webshop am 9. November schließt, werden die Kunden weiterhin online bestellte Waren aus dem Supermarkt oder den anderen Geschäften an den vertrauten Pick-up-Stellen abholen können.

Meist gelesen auf VRT Nachrichten