Die Coronakrise brachte bisher Probleme für rund 66.000 belgische Unternehmen

Aus einer Studie des Wirtschafts-Informations-Büros Graydon im Auftrag des belgischen Unternehmerverbandes VBO ist ersichtlich, dass die Coronakrise dazu geführt hat, dass rund 16 % aller Unternehmen in Belgien finanzielle Probleme haben. Dabei handelt es sich überwiegend um Firmen, die vor der Krise gesund waren, aber heute mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen haben.

Die Studie belegt zudem, dass wohl noch mehr Unternehmen ins Trudeln geraten wären, wenn die Regierungen in Bund, Ländern und Regionen keine Unterstützung geboten hätten und wenn es nicht zu wirtschaftlichen Hilfsprogrammen, wie Ausfallentschädigungen, Kurzarbeit usw. gekommen wäre.

In diesem Falle, so VBO und Graydon, hätten heute fast die Hälfte aller Unternehmen in unserem Land (43,2 %) wirtschaftliche Probleme. Darin sind aber auch Firmen aufgelistet, die schon vor dem Ausbruch der Epidemie/Pandemie Mitte März Probleme hatten.

Am meisten betroffen sind kleinere mittelständische Unternehmen, die noch nicht so lange bestehen, bzw. am Markt sind (siehe nebenstehenden Beitrag). Die Probleme sind verschieden gelagert, je nach Sektor. So ist fast die Hälfte der Gastronomie in Belgien von finanziellen Sorgen betroffen, etwa jedes vierte Transportunternehmen und der Bereich Kultur und Unterhaltung.

Doch auch die Bauwirtschaft, die Automobilindustrie (inkl. Zulieferer), der Textilbereich und der Einzelhandel sind betroffen. Hier hat etwa jedes dritte Unternehmen durch Corona finanzielle Schwierigkeiten. 

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