Laurie Dieffembacq

Prinzessin? Delphine Boël will genauso behandelt werden wie ihre Geschwister

Delphine Boël (52 - Foto), die uneheliche Tochter von Ex-König Albert II. (86), ist ihrem Ziel, offiziell als dessen Tochter anerkannt zu werden, einen Schritt näher gekommen. Während einer Anhörung vor Gericht am Donnerstag zweifelte der ehemalige belgische Monarch diese Tatsache nicht mehr an. Jetzt steht die Frage im Raum, ob sich Boël „Prinzessin von Belgien“ oder „Königliche Hoheit“ nennen darf. Bis spätestens bis zum 29. Oktober will das Brüsseler Berufungsgericht ein formelles Urteil dazu sprechen. 

Das Wichtigste sei erreicht, da niemand mehr bezweifle, dass seine Mandantin die Tochter von Ex-König Albert II. ist, so Marc Uyttendaele, der Anwalt von Delphine Boël nach der Anhörung am Donnerstag.

Dort ging es in erster Linie wohl nur noch um die Frage, ob sie vom Palast oder in Zusammenhang mit der königlichen Familie genauso behandelt werden kann oder muss, wie ihre Geschwister - König Philippe, Prinzessin Astrid und Prinz Laurent.

Ein Titel, wie der einer Prinzessin, sei an sich nicht so wichtig, so der Anwalt, doch man könne nicht akzeptieren, dass ein Kind familiär anders behandelt werde, als alle anderen Kinder: „Worum wir bei Frau Boël drum bitten, betrifft auch deren Kinder.“

Alain Berenboom, der Anwalt des ehemaligen Königs, gab an, dass sein Mandant jetzt endlich feststellen konnte, dass er der leibliche Vater von Frau Boël sei: „Das ist etwas, das er bisher nicht wusste.“

Inzwischen ist dieser Fakt über DNA-Tests belegt.

Alberts Rechtsbeistand gab zu verstehen, dass es jetzt nur noch um die Frage des administrativen Bereichs der Anerkennung gehe und darum, welchen Namen sie tragen dürfe und welchen Titel. Das wäre „Prinzessin von Belgien“ und „Königliche Hoheit“.

Doch diese Schritte müsse Boël jetzt machen, so Beerenboom. Der Palast könne seiner Ansicht nach, diese Titel nicht zu erkennen. Das könne nur die belgische Bundesregierung.

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