Telefonische Audienz: König Philippe gibt den Vor-Regierungsbildnern noch etwas Zeit

König Philippe erwartet den Abschlussbericht zur Vorbereitung von konkreten Koalitionsgesprächen vom Vor-Regierungsbildnerduo Egbert Lachaert (Open VLD) und Conner Rousseau (SP.A) am 21. September. Dies gab der Palast am Freitag nach einer telefonischen Audienz mit den beiden Parteivorsitzenden bekannt. Die Corona-Infizierung des flämischen Liberalen Lachaert hat den gesamten Prozess zur Regierungsbildung etwas über den Haufen geworfen.

Das bedeutet, dass ein Regierungsbildner für die sogenannte „Vivaldi“-Koalition aus Liberalen, Sozialisten, Grünen und flämischen Christdemokraten noch nicht bestimmt ist. Eigentlich war geplant, dies heute im Rahmen einer Audienz der beiden Vor-Regierungsbildner Egbert Lachaert, Parteichef der flämischen Liberalen Open VLD und Conner Rousseau, Vorsitzender der flämischen Sozialisten SP.A, bekannt zu geben.

Doch die Corona-Erkrankung von ersterem hat den Zeitplan über den Haufen geworfen, da alle 7 mit den Gesprächen befassten Parteichefs eine Weile in Quarantäne gehen mussten, bis ein zweiter Test für sie ebenfalls negativ ist. Damit kann auch die Deadline zur Regierungsbildung am 17. September nicht eingehalten werden (siehe auch nebenstehenden Beitrag). Ein neues Treffen mit dem Verhandlungspartnern kann erst am 18. September stattfinden und sonst wird mit Video-Konferenzen gearbeitet, die sich aber als nicht so effizient erweisen.

Jetzt kann bis zum 21. September weiterverhandelt werden. Dann kommt es zu einer abschließenden Audienz beim König. Lachaert und Roussau haben anschließend mitgeteilt, dass bis spätestens am 1. Oktober eine Regierung steht.

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