De Lijn kann für den Schülertransport auch auf private Reisebusse setzen

Seit Beginn des neuen Schuljahres hat die regionale flämische Nahverkehrsgesellschaft De Lijn ein Kapazitätsproblem in den Bussen, in denen die Schulkinder und die Studierenden mitfahren müssen. Regelmäßig tauchen Berichte auf, nach denen Busse so dicht besetzt sind, dass jegliche Abstandsregelungen in Sachen Corona bei weitem nicht eingehalten werden können. Reisebusunternehmer boten vor einigen Tagen an, zu helfen. Das stieß nicht auf taube Ohren.

De Lijn hatte am Anfang des neuen Schuljahres die Politik schon gewarnt, dass ihre Fahrzeugflotte zu klein sei, um Corona-gerechten Berufs- und Schülerverkehr gewährleisten zu können. Das hatten die Betreiber von privaten Reisebusunternehmen auch vernommen und daraufhin angeboten, auszuhelfen, denn man habe derzeit durch Corona kaum Aufträge und dadurch viele freie Fahrzeuge, die derzeit nicht genutzt werden können (siehe nebenstehenden Beitrag).

Dies wiederum ist der flämischen Landesregierung nicht entgangen und diese nimmt das Angebot an. Landesverkehrsministerin Lydia Peeters (Open VLD) macht 12,5 Mio. € frei, damit die Reisebusunternehmen De Lijn mit Fahrzeugen und Busfahrern unter die Arme greifen können.

Mit den Reisebussen können jetzt viele der zusätzlich notwendigen 600 Fahrten täglich gewährleistet werden.

Alleine zu den Stoßzeiten sind derzeit rund 300 Fahrzeuge zusätzlich nötig. Da können die Reisebusunternehmen mit ihren Flotten tatsächlich für Entspannung sorgen.

Und den Busfahrergewerkschaften bei De Lijn kommt dies auch entgegen, denn diese beklagen schon länger, dass die Busfahrer auch und gerade in Sachen Corona unter Druck stehen.

Zum einen sind sie durch übervolle Fahrzeuge nur wenig selbst gegen Covid-19 geschützt und zum anderen sorgen mehr Fahrten auf den entsprechenden Linien auch für mehr Überstunden.

Meist gelesen auf VRT Nachrichten