Alexander Dumarey

Die Provinz Ostflandern bekommt die höchsten Mittel für den Denkmalschutz in Flandern

Im Rahmen des Tages des offenen Denkmals, der in Flandern am vergangenen Sonntag stattgefunden hat, wurde bekannt, dass die Provinz Ostflandern die höchsten Zuschüsse aus der Landeskasse erhält, um den Denkmalschutz zu finanzieren. Die Provinz erhält dieses Jahr 62 Mio. € um in 113 Projekte zu investieren. Insgesamt investiert die flämische Landesregierung 235 Mio. € in den Denkmalschutz.

Ostflandern ist auf Ebene des Denkmalschutzes und der historisch bedeutenden Bauwerke in jeder Hinsicht gut aufgestellt. Das beginnt bereits bei der Provinzhauptstadt Gent mit ihrer enormen historischen Bausubstanz, z.B. die Sankt-Bavo-Kathedrale, die mittelalterliche Burg „Gravensteen“ und das historische Altstadt-Zentrum (Foto oben) sowie die vielen Museen mit ihren wertvollen Sammlungen.

Doch auch im Rest der Provinz Ostflandern wird in den Denkmalschutz investiert. Hier wird z.B. mit Landesmitteln in die klassische Infrastruktur für die traditionsreiche Flandernrundfahrt investiert, wie z.B. in eine alte Kopfsteinpflasterstraße in Maarkedal.

Für Flanderns für den Denkmalschutz zuständigen Minister Matthias Diepeldaele (N-VA), ist es wichtig in die historische Infrastruktur des Landes zu investieren: „Die Leute halten es für wichtig, dass in das Kulturerbe Geld gesteckt wird, denn sie erwarten, dass dies alles weiter Teil ihres täglichen Lebens bleibt. Und sie erwarten, dass die Politik dafür sorgt, dass das so bleibt.“

Laut Diependaele legen auch immer mehr Städte und Gemeinden Wert auf ihr Kulturerbe und auf ihre denkmalgeschützten Bausubstanzen. Dass dies auch den Menschen in Flandern am Herzen liegt, beweist, dass rund 290.000 Neugierige am Tag des offenen Denkmals trotz Corona-Einschränkungen an der einen oder anderen Aktivität teilgenommen haben, sei es vor Ort oder auch auf digitalem Wege.   

LECLERCQ Olivier / hemis.fr
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