Die Zahl der neuen Infizierungen mit Covid-19 steigt weiter deutlich an

Auch nach dem Wochenende weist die Corona-Statistik des belgischen Gesundheitsamtes Sciensano wieder deutlich steigende Ansteckungszahlen auf. Inzwischen steigt auch die Zahl der Krankenhausaufnahmen merklich an, wenn sie auch im Vergleich mit den neuen Infizierungen im Rahmen bleibt.

In den vergangenen 7 Tagen haben sich täglich 681 Personen in Belgien mit dem Coronavirus Cocid-19 angesteckt. Das ist eine Zunahme um 42 % gegenüber dem vergangenen Messzeitraum. Höhepunkt war der vergangene Donnerstag, als 940 positive Coronatests registriert wurden.

In der letzten Woche wurden täglich rund 30 Corona-Patienten in Krankenhäusern aufgenommen. Die Zahl bleibt recht niedrig, auch wenn sie eine Verdoppelung gegenüber dem vergangenen 7-Tage-Messzeitraum darstellt.

Viele jüngere Infizierte werden nicht schwer krank

Die überwiegende Mehrheit derer, die sich mit dem Virus infizieren, wird nicht besonders schwer krank, denn es handelt sich zumeist um jüngere Personen. Doch es besteht die Gefahr, dass diese Generation die älteren Risikopersonen wieder stärker infiziert und das könnte das Gesundheitssystem wieder stark in die Verantwortung nehmen.

Derzeit befinden sich 291 Corona-Patienten in einem Krankenhaus. 71 von ihnen werden auf Intensivstationen behandelt. Die Zahl der Sterbefälle aufgrund von Corona sinkt in Belgien und zwar von 3 auf 2 Fälle am Tag. Insgesamt haben sich bis heute belgienweit 93.455 Personen mit dem Virus infiziert. Daran gestorben sind 9.925 Personen.

"Sorgenkind" Brüssel

Der R-Wert in Belgien, (Reproduktionswert), sprich die Zahl Personen, die ein Infizierter anstecken kann, liegt derzeit bei 1,24. Pro 100.000 Einwohner gibt es derzeit knapp 70 Infizierungen. In der Region Brüssel-Hauptstadt steigen die Zahlen wieder deutlicher (+23% in 7 Tagen).

Geert Molenberghs, Biostatistiker an den Universitäten von Löwen und Hasselt (KU Leuven/UHasselt) ruft dazu auf, in Brüssel ein Krisenzentrum einzurichten, denn die Hauptstadt-Region entwickele sich „zu einem Sorgenkind“. Der Corona-Hotspot könne leicht auf die anderen Regionen überschwappen, so Molenberghs. 

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