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Der Streik bei AB InBev in Jupille ist vorbei

Im Streik wegen eines Unsicherheitsgefühls von Teilen der Belegschaft in Sachen Corona-Maßnahmen beim belgischen Brauerei-Giganten AB InBev zeichnet sich eine Lösung des Konflikts ab. Offenbar hat eine Versöhnungsrunde am Montagabend eine Einigung auf den Weg gebracht.

Am Montagabend trafen sich Vertreter der AB InBev-Direktion des Standortes Jupille bei Lüttich mit Gewerkschaftlern, um über eine Lösung des Sozialkonflikts zu beraten, der nach der Corona-Infizierung von einigen Beschäftigten entstanden war. 

Fast zwei Wochen lang wurde in Jupille gestreikt und zeitweise legten Kollegen aus anderen Produktionsstandorten im Land aus Solidarität ihre Arbeit nieder. Mehrere Verhandlungsrunden wurden ergebnislos beendet oder sogar abgebrochen.

In der Versöhnungsrunde wurden dem Management einige Empfehlungen unterbreitet, wie man auf die Sachlage reagieren könne. Daraufhin zog die Direktion ihre Androhung von Strafzahlungen wegen Arbeitsverweigerung und Blockade von Produktionsstätten zurück.

Jetzt soll ein Audit klären, ob die AB InBev-Direktion nach Bekanntwerden von 10 Corona-Fällen in der Belegschaft in Jupille adäquat reagiert hat. Die Gewerkschaften warfen dem Management tagelang vor, sich um die Corona-Sicherheit ihrer Mitarbeiter nicht zu kümmern, sondern sich lediglich mit ihren Produktionszahlen auseinanderzusetzen.

Man habe schlicht und einfach zu spät und nicht ausreichend reagiert und damit die Gesundheit der Arbeiter in Gefahr gebracht, so die Kritik. Die Gewerkschaften müssen die Ergebnisse der Versöhnungsrunde mit der Direktion allerdings noch ihrer Basis vorlegen. 

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