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Facebook-Gruppe in Belgien: 17.000 Mitglieder gegen "Code rot" für Spanien

Eine Facebook-Gruppe mit rund 17.000 belgischen und einigen ausländischen Mitgliedern ist nicht damit einverstanden, dass die belgischen Behörden Spanien als Corona-Risikoland mit „Code rot“ einstufen. Ein Teil dieser Facebook-Gruppe plant rechtliche Schritte gegen die Maßnahme und startet ein Crowdfunding, um eventuelle Prozesse finanzieren zu können.

„Nicht einverstanden mit Spanien ROT“ nennt sich diese Facebook-Gruppe. Die Mitglieder sind nicht mit der Entscheidung des belgischen Außenamtes einverstanden, ganz Spanien bis auf die Insel Teneriffa als Hochrisiko-Region einzustufen und „Code rot“ zu erlassen.

Einige dieser Mitglieder haben in Spanien ihren zweiten Wohnsitz, andere betreiben dort Ferienwohnungen oder B&Bs. Wieder andere planen, den Winter dort zu verbringen oder wollen dorthin in Urlaub fahren. Die Gruppe wirft Belgien vor, sich lediglich auf Angaben und Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu berufen, doch diese Zahlen seien im Vergleich nicht wirklich relevant.

Einer der Betroffenen, ein Betreiber eines B&B in Spanien aus Genk, sagte am Dienstagmorgen dazu gegenüber dem VRT-Sender Radio 2/Limburg: „Gestern meldete Spanien etwa 3.000 Infizierungen und Belgien 979. Wenn man das mit der Einwohnerzahl beider Länder vergleicht, dann überrascht es mich nicht, dass solche Facebook-Gruppen im Internet entstehen. Die Leute haben es satt, dass Belgien einfach so über ein anderes Land beschließen kann. Das hat Folgen für unser Land.“

Spanien ist für die Belgier eines der beliebtesten Urlaubsländer überhaupt. Allerdings steigen dort die Cocid-19-Neuinfizizerungen rascher als in Belgien. Der Vorgang bestätigt die Kritik nicht nur in Belgien, dass es europaweit zu einer einheitlichen Regelung kommen soll, welches Land als Risikoland eingestuft werden soll oder nicht.

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