Premier Wilmès in Videobotschaft: "Beunruhigende Zahlen - Alles tun, um Schlimmeres zu vermeiden"

Premierministerin Sophie Wilmès (MR - Foto) ruft in einer Videobotschaft die Bevölkerung dazu auf, sich doch bitte an die Corona-Maßnahmen zu halten. Damit sind das Tragen von Mundmasken, das Abstandhalten und das Einschränken von sozialen Kontakten gemeint. Die aktuellen Zahlen seien „besorgniserregend“, doch strengere Maßnahmen werde es vorerst nicht geben, doch „müssen wir alle jeden Tag unser Bestes tun, um das zu vermeiden.“ 

Derzeit werden ab und zu Tageswerte von rund 1.000 neuen Covid-19-Infizierungen in Belgien gemeldet und der bekannte Virologe Marc Van Ranst nennt dies „ein Rezept für eine Katastrophe“. Er und andere Virologen, Bakteriologen und Infektologen sind der Ansicht, dass die Gesellschaft die Gefahr laufe, dass die vielen derzeit eher jüngeren Infizierten auf Dauer auch wieder ältere Generationen anstecken, was sich wiederum auf das Funktionieren des Gesundheits- und Krankenhauswesen übertragen werde. Auch wenn einige Fachleute dies für (noch) nicht wirklich problematisch halten, greift Premierministerin Wilmès zu einem warnenden Videostatement.

Sie warnt vor einem „worst case scenario“ in dem die Jüngeren die Älteren wieder infizieren, in dem die Krankenhäuser wieder voll sind und in dem es wieder steigende Zahlen von Todesfällen aufgrund von Covid-19 gibt. Dabei spricht sie die um sich greifende „Corona-Müdigkeit“ in der Gesellschaft an: „Wir sehen eine mentale Müdigkeit. Ich verstehe das und die Unsicherheit ist demotivierend.“ Doch sind die Maßnahmen „wichtiger denn je“ und damit meint sie das Tragen von Mundmasken, das Abstandhalten, die Einhaltung der Quarantänevorschriften, die 5er-Blasen und das Einschränken von sozialen Kontakten.

Wilmès erinnert daran, dass Aktivitäten, die außerhalb dieser Regeln stattfinden, nicht sein können. Sie lobt aber auch „die übergroße Mehrheit der Bevölkerung, die sich „prima an die Regeln hält. Es ist essentiell, dass wir alle jeden Tag unser Bestes tun, um zu vermeiden, dass strengere Maßnahmen ergriffen werden müssen.“ (Videobotschaft in den Sprachen Niederländisch und Französisch.) 

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