(c) Natalia Cheban/Goethe Institut

"Verschwindende Wand", eine interaktive Installation in Antwerpen

Am 1. Juli hat die Bundesrepublik Deutschland den Vorsitz im Rat der Europäischen Union übernommen und im Rahmen dessen ein europäisches Kulturprogramm gestartet. Die „Verschwindende Wand“ ist eines von mehreren Projekten, die das Goethe-Institut anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft und als Teil des Kulturprogramms der Bundesregierung in Europa durchführt. Auf ihrer Europatour kommt die „Verschwindende Wand“ auch nach Belgien und zwar nach Antwerpen, Brüssel und Namür. Den Anfang macht Antwerpen. 

Die aufsehenerregende interaktive Installation „“Verschwindende Wand“ möchte die sprachliche und gedankliche Vielfalt Europas sicht- und erlebbar machen. Seit August 2020 ist sie auf großer Europatour und macht u.a. Halt in Antwerpen, Barcelona, Belfast, Brüssel, Danzig, Den Haag, Madrid, Mailand, Namur, Nikosia, Posen, Segovia, Thessaloniki, Turin, Vilnius und Warschau. 

Belgische Premiere feiert die „Verschwindende Wand“ am 19. und am 20. September 2020 in Antwerpen auf dem Operaplein vor dem Kunsthuis Opera Ballet Vlaanderen. Am 3. Oktober 2020 wird die Installation in Brüssel und vom 5. bis 8. November 2020 vor dem Delta Namur-Espace Culturel Provincial in Namür, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und der Wallonischen Region, zu erleben sein.

Zitate reisen durch Europa

Die „Verschwindende Wand“ geht zurück auf eine Idee von Maria Jablonina in einem von dem Architekten und Ingenieur Werner Sobek durchgeführten und vom Goethe-Institut initiierten Workshop. Die Installation besteht aus einem Plexiglasgerüst, in das rund 6.000 Holzklötze mit Zitaten in Originalsprache und Übersetzungen in die jeweiligen Landessprachen eingesetzt werden.

Diese Zitate wurden im Frühjahr in vom Goethe-Institut initiierten lokalen Wettbewerben in ganz Europa gesammelt - dabei reicht die Bandbreite der eingereichten Zitate von einer Liedzeile der Beatles, einem Gedanken von Hannah Arendt, einer Zeile aus dem Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“ oder einem Spruch von Pooh, dem Bären bis zu Sentenzen von Adorno, Rosa Luxemburg, Sartre oder Jonas Mekas. Es findet sich auch ein sehr aktuelles Zitat der bekannten belgischen Schriftstellerin Rachida Lamrabet: „Ich hoffe sehr, dass wir aus dieser Krise als denkende Wesen erwachen.“

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(c) Natalia Cheban/Goethe Institut

Grenzen symbolisch überwinden

Doch nicht nur das vielfältige Gedankengut Europas wird in diesem interaktiven Kunstwerk sicht- und fühlbar, sondern auch die Möglichkeit, Grenzen symbolisch zu überwinden: Als interaktives Element hat nach der Enthüllung der Installation jede*r die Möglichkeit, Zitatklötze mitzunehmen. Zurück bleibt nur noch ein durchsichtiges Plexiglasgitter, in dem sich die Zitate befanden: die Wand ist verschwunden.

Die „Verschwindende Wand“ in Antwerpen in Kooperation mit dasKULTURforum Antwerpen und im Rahmen des autofreien Sonntags in Antwerpen: 19. September 2020 - 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr, 20. September 2020 - 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr, 20. September 2020 - 15.00 Uhr

Weitere Informationen zur „Verschwindenden Wand“: www.goethe.de/europa/verschwindendewand

Europäisches Projekt - Viele Partner

Die „Verschwindende Wand“, ein Projekt gefördert mit Sondermitteln des Auswärtigen Amts zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020, ist eines von mehreren Projekten, die das Goethe Institut anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft und als Teil des Kulturprogramms der Bundesregierung in Europa durchführt.

Mit jeweils unterschiedlichen Themensetzungen und Zielgruppen widmen sich die Projekte der übergreifenden Frage, was Europa zukünftig ausmacht und wie die europäische Gemeinschaft und der europäische Zusammenhalt gestärkt werden können. In Belgien wird die Installation unterstützt durch die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland beim Königreich Belgien, dasKULTURforum Antwerpen und KIKK Festival 2020.

Weitere Projekte des Goethe-Instituts Belgien im Rahmen der Deutschen EU-Ratspräsidentschaft: www.goethe.de/ins/be/de/index.html und www.goethe.de/eu2020  

Weitere Informationen zum offiziellen Kulturprogramm der Deutschen Bundesregierung anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft: www.eu2020.de  

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