Wegen hoher Corona-Rate: bereits 15 Schulklassen in Vilvoorde unter Quarantäne gestellt

In Vilvoorde mussten bereits 15 Schulklassen wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus unter Quarantäne gestellt werden. Die Kleinstadt in der Provinz Flämisch-Brabant, im Osten der Region Brüssel, hat sich in den letzten Tagen zu einem Brennpunkt der Corona-Virus-Epidemie entwickelt. Insbesondere in den Schulen ist die Lage besorgniserregend. Das flämische Gesundheitsamt (Agentschap Zorg en Gezondheid) hat Alarmstufe 3 ausgelöst. 

Auch die Kleinstädte Zaventem, Dilbeek und Sint-Peeters-Leeuw, ebenfalls im flämischen Brabant, fallen unter Alarmstufe 3.

Aus der Analyse der Corona-Fälle in Vilvoorde geht hervor, dass die Betroffenen insbesondere mit Brüssel verbunden sind. Viele Kinder und Jugendliche stecken sich mit Covid-19 an.

Die Stadtverwaltung hat mobile Testteams angefordert.

Bürgermeister Hans Bonte (sp.a) bestätigt, dass alle Alarmsignale in seiner Gemeinde auf Rot stehen. Die Ansteckungszahlen steigen nicht nur an, sondern steigen auch rasend schnell: „Alle Bevölkerungsgruppen sind betroffen: Beschäftigte in den Unternehmen, Urlaubsrückkehrer, Schüler … niemand bleibt von der Epidemie verschont.“

Sobald ein Schüler einen positiven Test ablegt, sollten alle anderen Schüler und Schülerinnen so schnell wie möglich auf Corona getestet werden. Am liebsten noch in der Schule, fordert Bürgermeister Bonte: „Deshalb habe ich einen Beschluss gefasst, der das Testen in einer Klasse verpflichtet, sobald ein Corona-Fall festgestellt wurde. Mobile Teams wie in Antwerpen sind sicher kein Luxus.“ Er plädiert bei der flämischen Regierung für den raschen Einsatz von mobilen Testteams. „Ansonsten fällt die eine Klasse nach der anderen aus und wir schaffen den Lehrplan garantiert nicht bis Neujahr.“

Wegen der hohen Ansteckungsgefahr in Vilvoorde sind eine ganze Reihe von Aktivitäten abgesagt oder begrenzt worden. 

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