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Corona-Fälle auf 978 im Schnitt/Tag gestiegen: im Wochenvergleich +74 %

In der Woche vom 8. bis 14. September wurden jeden Tag im Schnitt 978 neue Corona-Fälle registriert. Am vergangenen Montag, am 14. September, lag die Zahl der neuen Ansteckungen sogar bei 1.625. Auf der Pressekonferenz des Nationalen Krisenzentrums am Freitagvormittag sagte der Sciensano-Virologe Steven Van Gucht, dass der Anstieg der Neuinfektionen insbesondere bei  10- bis 20-Jährigen und bei über 60-Jährigen zu beobachten sei.

Auch die Anzahl der Krankenhausaufnahmen steigt beständig und betrifft im Schnitt 39 Patienten pro Tag. In der Vorwoche lag der Durchschnittswert noch bei 22 Aufnahmen pro Tag.

Am Donnerstag, 17. September wurden 371 Corona-Patienten stationär behandelt, 69 davon auf einer Intensivstation.

Die Zahl der Todesfälle bleibt bei stabil. Sie liegt im Schnitt pro Tag bei 3 Todesfällen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Vom 7. bis 13. September sind pro Tag im Schnitt an die 30.000 Corona-Tests abgenommen worden.

Die Corona-Zahlen werden von der Bundesgesundheitsbehörde  Sciensano erfasst und veröffentlicht. 

Pressekonferenz Nationales Krisenzentrum: Anstieg bei Jüngeren und Älteren

Auf der Pressekonferenz des Nationalen Krisenzentrums am Freitagvormittag sagte der Sciensano-Virologe Steven Van Gucht, dass der Anstieg der Neuinfektionen insbesondere bei  10- bis 20-Jährigen und bei über 60-Jährigen zu beobachten sei: „Es ist also äußerste Wachsamkeit bei Kontakten zwischen Jüngeren und Älteren geboten.“

Aufgrund von zwei Untersuchungen über die Gruppenimmunität in Belgien werde diese auf nur 5 bis 8 Prozent geschätzt. Damit sei man weit entfernt von den erwünschten 70 % der Bevölkerung mit Antikörpern gegen Corona, sagte Van Gucht weiter.

Der Sprecher des Krisenzentrums Yves Van Laethem unterstrich den stetigen Anstieg positiver Corona-Tests.: von 2,5 Prozent vor zwei Wochen auf mittlerweile 3,2 Prozent positive Testergebnisse.

Allein in Brüssel würden zurzeit 6,4 Prozent aller Corona-Tests positiv ausfallen.  Van Laethem wertet diese Zahlen als Hinweis darauf, dass sich das Virus in Belgien weiter ausbreite. 

 

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