Autofreier Sonntag "light" in Brüssel: Öffentliche Räume sollen nachhaltiger werden

In ganz Belgien begann am vergangenen Mittwoch die traditionelle Woche der nachhaltigen Mobilität mit den Themen der gemeinsamen Nutzung des öffentlichen Raums in Flandern und Wallonien sowie der "beruhigten Stadt" in der Region Brüssel. Die Feierlichkeiten des traditionellen autofreien Sonntags werden wegen Corona aber eingeschränkt, um mit seiner Familie oder seiner „Freundeskontaktblase" trotzdem daran teilnehmen zu können.

In Flandern liegt der Schwerpunkt in diesem Jahr auf dem Mangel an lebensfähigem öffentlichem Raum und nachhaltiger Mobilität. Radfahrer, Spaziergänger und Kinder werden aufgerufen, die Straßen zurückzuerobern.

Die Bürger werden auch die Möglichkeit haben, ein Online-Formular auszufüllen, um anzugeben, welche Orte in Städten oder Gemeinden sie gerne anders für Radfahren, Wandern, Spielen oder Entspannen eingerichtet sehen würden. Die Ergebnisse werden nach der Mobilitätswoche an die lokalen Behörden weitergeleitet.

Wegen der Coronakrise werden in diesem Jahr keine größeren Veranstaltungen organisiert. Die Aktionen finden daher in kleinerem Maßstab statt. Geplant sind 1.100 lokale Initiativen. 

Die "ruhigere" Stadt

In Brüssel wird das Thema diesmal die "beruhigte" Stadt sein. Es wird auch darum gehen, die Bürger über die 30 km Höchstgeschwindigkeit zu informieren und zu mobilisieren, die in der Region Brüssel am 1. Januar 2021 in Kraft tritt wird.

Der traditionelle autofreie Sonntag findet am 20. September von 9.30 bis 19.00 Uhr in gewohnter Weise statt, und dann gehört die Stadt Radfahrern und Fußgängern. Aber die Feierlichkeiten halten sich sehr im Rahmen. Mehr Infos finden sie HIER

Fahrrad-Reparatur

Anlässlich dieser Ausgabe werden 60 Schulen und 150 Unternehmen in Brüssel ebenfalls an der Aktion "Zur Schule oder Arbeit ohne Auto" teilnehmen.

Für alle Radfahrer, die kleinere Fahrradreparaturen durchführen möchten, gibt es auch mobile "Fahrradreparatur"-Sitzungen, insbesondere in Jette, Anderlecht, Elsene, Ukkel, Woluwe-Sint-Lambert und Brüssel-Zentrum.

Das Homeoffice, das sich seit Beginn der Gesundheitskrise massiv entwickelt hat, wird auch am nationalen Tag der Telearbeit am Dienstag, 22. September, landesweit auf der Tagesordnung stehen.

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