Gesundheitskrise verstärkt das Gefühl sozialer Isolierung bei vielen Beschäftigten

Vier von fünf Befragten (78 %) einer Umfrage gaben an, innerhalb der letzten Monate weniger soziale Kontakte durch ihre Arbeit gehabt zu haben. Die Krise hat auch die Arbeitsmotivation der Beschäftigten beeinflusst: 25 % sagten aus, heute einer interessanteren Tätigkeit nachzugehen, während 17 % das Gegenteil behaupten.

Die Umfrage wurde Ende Juli/Anfang August von der Personalvermittlungsagentur StepStone und der KU Leuven ausgeführt. Nachdem Homeoffice fast schon zur Norm geworden ist, beklagt sich über die Hälfte der Befragten (56 %), dass ihre sozialen Kontakte drastisch gesunken seien. Für 16,7 % seien sie gleich geblieben und für 5,3 % hätten diese sich verbessert.

Die Belastung am Arbeitsplatz sei während der Gesundheitskrise und Homeoffice-Tätigkeit für 41 % der Befragten gestiegen. Für 29,2 % sei sie gesunken und ebenso viele finden, dass die berufliche Belastung zugenommen habe.

Die Ergebnisse der Umfrage führen auch zum dem Schluss, dass die Aufgaben für 40 % der Beschäftigten gleich geblieben seien und sich weder mehr Belastung noch mehr Autonomie ergeben hätten.

Ein Viertel gab ihn der Umfrage zu, dass ihr Job weniger anspornend geworden sei (weniger Autonomie und Verantwortung). 17 % fanden auch, dass die Corona-Krise ihnen die Möglichkeit zu persönlicher Entfaltung gegeben habe.

Die Angaben stammen aus einer Online-Umfrage während der zweiten Corona-Welle (28. Juli-9. August), die bei 2.845 Personen durchgeführt wurde.

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