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6. Spieltag in der Liga 1A: Ein Spieltag mit Nebenerscheinungen

Am Montagabend ging mit dem 3:0 von CS Brügge gegen STVV Sint-Truiden der 6. Spieltag in der ersten belgischen Fußball-Liga zu Ende. Dies war ein torreicher Spieltag, der aber einige Nebenerscheinungen hatte. Und diese haben auch mit Corona zu tun. So haben rund 100 Fans von Racing Genk im Stadion massiv gegen die geltenden Regeln verstoßen (Foto). 

Der SC Charleroi bleibt nach dem 3:1 gegen Beerschot am Freitagabend Tabellenführer. Damit sinkt die Überraschungsmannschaft des Saisonauftakts Beerschot auf den 4. Tabellenplatz zurück. Standard Lüttich bleibt Tabellenzweiter und gewann mit 2:1 gegen KV Kortrijk. KV Ostende besiegte OH Löwen mit 3:1 und AA Gent konnte bei Excel Mouscron einen 0:1-Auswärtssieg erzielen.

Gent verlässt damit die Abstiegszone, doch Mouscron bleibt auf dem letzten Tabellenrang stecken. Zulte Waregem sackt weiter nach unten nach dem 0:6 gegen Titelverteidiger Club Brügge. Der Club steht jetzt auf dem 3. Tabellenrang. Antwerp kam zuhause nicht über ein 2:2 gegen die AS Eupen hinaus.

Auf dem vorletzten Rang steht weiter Waasland-Beveren nach der mit 2:4 verlorenen Partie gegen den RSC Anderlecht. Die Brüsseler belegen damit den 5. Tabellenplatz. Allerdings hat Anderlecht-Coach ein kleines Problemchen. Jungstar Yari Verschaeren wurde nach dem Spiel positiv auf Covid-19 getestet. Der Mittelfeldspieler hat diese Partie also infiziert bestritten, ohne das er oder sein Verein dies wussten. Ein Teil der Mannschaft wird jetzt getestet und befindet sich in Quarantäne.

Probleme bei Genk und Mechelen

Racing Genk hat nach dem Rauswurf von Trainer Hannes Wolf am Sonntag KV Mechelen mit 3:1 besiegt, doch die Freude darüber, dass die Limburger damit auf Rang 9 in der Tabelle klettern durften, währte nicht lange. Von den 3.140 Zuschauern benahmen sich fast alle vorbildlich und wahrten die Abstands- und Hygieneregeln. Doch in einem Block wurde gesungen und gegrölt und dies ohne Abstand zueinander und zudem trugen dort bei weitem nicht alle Fans eine Mundschutzmaske. Die Strafe folgte unmittelbar: Flanderns Sportminister Ben Weyts (N-VA) verfügte, dass Genk beim nächsten Heimspiel nur noch die Hälfte der bisher zugelassenen Zuschauer in die Luminus Arena reinlassen darf.

Und der KV Mechelen ist wohl in ein weiteres Wirtschaftsverfahren verfahren verwickelt. Am Montagmorgen erstatteten Ermittler den Büros des Vereins im Stadion einen unangenehmen Besuch ab. Sie taten dies im Rahmen der Ermittlungen gegen Dieter Penninckx, dessen Unternehmen, die Modegruppe FNG (Miss Etam, Brantano, Fred & Ginger, Claudia Sträter…), kürzlich unter dubiosen Umständen pleiteging. Penninckx ist mit 71,2 % der Aktien bei KV Mechelen Hauptaktionär. Gegen ihn, seine Frau und seinen Anwalt wird wegen Konkursverschleppung ermittelt. Er selbst befindet sich seit der vergangenen Woche in U-Haft. 

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