BELGA

Die Gesundheitsbehörden wollen Corona-Patienten besser auf die Krankenhäuser verteilen

Covid-19-Patienten sollen schneller und effektiver auf die Krankenhäuser in Belgien verteilt werden, als bei der ersten Viruswelle. Dies sagte Pedro Faucon, Generaldirektor im Bundesgesundheitsministerium gegenüber der flämischen Tageszeitung De Standaard. 

Mit einer effektiveren und besseren Verteilung von an Covid-19 erkrankten Patienten soll sowohl eine adäquate Behandlung dieser Patienten gewährleistet werden, als auch die Pflege und Versorgung der anderen Patienten. Derzeit überschreitet die Zahl der Corona-Patienten, die auf Intensivstationen behandelt werden müssen, in einigen Kliniken bereits die vorhandene Kapazität um bis zu 10 %.

Eine bessere Verteilung der Corona-Patienten bietet zudem einen weiteren Vorteil: Damit können Sterbefälle vermieden werden, die fast zwangsläufig die Folge von unterbesetzten und überlasteten Stationen und Pflegepersonalen sein können, so Faucon in De Standaard.

In einer ersten Phase ist geplant, Covid-19-Patienten in den Krankenhausnetzen innerhalb der jeweiligen Provinzen zu verteilen. Fall die Situation dort aber an ihre Grenzen stößt, können Patienten auch in Kliniken in weniger belasteten Provinzen verbracht werden, so der Plan.

Der rote Faden, der sich durch diese Planung zieht ist der, dass das „normale“ Gesundheits- und Krankenhauswesen weiter funktionieren muss. Aber, im Notfall muss die reguläre Pflege schrittweise derart heruntergefahren werden, wie sich die Intensivstationen mit Corona-Patienten füllen, so der Plan für eine mögliche zweite Viruswelle. 

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