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Bewaffnete Männer kapern Hubschrauber und zwingen Pilot, über Brüsseler Haftanstalten zu fliegen

Drei bewaffnete Männer haben einen Hubschrauber in Deurne gekapert und die Pilotin gezwungen, über die Brüsseler Haftanstalten von Vorst und Sint-Gillis zu fliegen. Die Polizei vermutet einen Entführungsversuch. Die drei Hubschrauberpiraten ließen sich auf einem Carpool-Parkplatz bei Hélécine absetzen und sind seitdem auf der Flucht.

Die Täter hatten einen besonders großen Helikopter mit 6 Sitzplätzen und einen sehr erfahrenen Piloten angefordert.

Sie waren auf dem Flughafen von Veurne an Bord gegangen. Unterwegs holten sie plötzlich eine Waffe heraus und zwangen sie die 35-jährige Pilotin den Kurs zu ändern und Richtung Brüssel zu fliegen.

Die Pilotin informierte die Männer, dass es kaum möglich sei, unbemerkt in den Brüsseler Luftraum einzudringen, da dieser wegen der Nähe zum Flughafen Brussels Airport ständig observiert würde und immer eine Genehmigung erforderlich sei.

Unten folgt die Reportage aus "Het Journaal". Nach dem Video geht es weiter:

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Im Bilde

Die Männer hielten an ihrer Forderung fest und der Hubschrauber flog tatsächlich über die beiden Gefängnisse, die direkt nebeneinander liegen. Der Hubschrauber blieb eine ganze Zeit lang über dem Gelände, konnte wegen seiner Größe aber nicht auf dem Innenhof landen.

Einem aufmerksamen Anwohner war das Manöver des Helikopters aufgefallen (siehe Twitter).

Nach dem gescheiterten Versuch im Gefängnis zu landen, flog der Hubschrauber nach Hélécine, in der Provinz Wallonisch-Brabant. Dort landete er auf einem Carpool-Parkplatz und sind die drei Männer ausgestiegen.

Die Sprecherin des Strafvollzugssystems, Kathleen Van De Vijver, teilte mit, dass keine Haftinsassen aus den Brüsseler Haftanstalten geflüchtet seien und niemand fehle. Alle Aktivitäten in den beiden Anstalten wurden wegen des Zwischenfalls abgesagt.

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