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Von belgischer NRO trainierte Beutelratte erhält Tierorden als Minensucherin

Die afrikanische Beutelratte Magawa hat von einer britischen Tierschutzorganisation einen Orden erhalten, weil sie 39 Landminen und 28 nicht explodierte Sprengkörper aufgespürt hat. Ausgebildet wurde Magawa von der belgischen Organisation Apopo.

Geehrt wurde die Minensucherin, weil sie dabei half, mehr als 141 000 Quadratmeter Land (etwa 20 Fußballfelder) von Minen zu befreien und wieder sicher zum Wohnen und Arbeiten zu machen.

Trainiert wurde Magawa von der belgischen Nichtregierungsorganisation Apopo. “Für uns ist diese Auszeichnung eine große Ehre”, erklärte Christophe Cox, Leiter von Apopo: “Sie wird die Aufmerksamkeit weltweit auf das Problem der Landminen lenken.”

Es dauert ein Jahr, bis die als sehr intelligent geltende Beutelratte ihre Ausbildung in ihrem Heimatland Tansania abgeschlossen hat. Die etwa 70 cm großen und sehr leichten Tiere lernen, den Sprengstoff zu riechen und mit der Pfote zu kratzen, wenn sie eine Landmine oder einen Sprengkörper entdeckt haben.

Innerhalb von nur 30 Minuten hat ein einziges Tier ein Gelände so groß wie ein Tennisfeld abgesucht. Ein Mensch mit einem Metalldetektor braucht dafür bis zu vier Tage. Apopo und seine vierbeinigen Minensucherinnen haben bereits 83.000 Minen in Kambodscha unschädlich machen können.

Die Auszeichnung – eine kleine Goldmedaille an einem blauen Band – wurde der Minensucherin von Großbritanniens führender gemeinnütziger Tierorganisation PDSA verliehen. Der Tierorden ist vergleichbar mit dem Georgs-Kreuz, der höchsten zivilen Auszeichnung für Tapferkeit im Vereinigten Königreich.

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