Wout Van Aert vorne vor dem späteren Weltmeister Julian Alaphilippe

Rad-WM in Imola: Wout Van Aert holt zwei Silbermedaillen

Die belgische Radsport-Nationalmannschaft hat am vergangenen Woche bei der UCI-Straßenrad-Weltmeisterschaft zwei Medaillen gewonnen. Radprofi Wout Van Aert gewann gleich zweimal Silber. Er wurde sowohl beim Zeitfahren, als auch beim Straßenwettbewerb jeweils Zweiter.

Wout Van Aert, der auch eine gute Tour de France gefahren hatte, wollte mit seiner Mannschaft unter Coach Rik Verbrugge mindestens einmal Gold holen, entweder beim Zeitfahren oder beim Straßenrennen. Daraus wurden dann letztendlich zwei Silbermedaillen.

Beim Einzelzeitfahren über 31,7 km am vergangenen Freitag wurde Van Aert, der eigentlich für die niederländische Mannschaft Jumbo-Visma fährt, mit einem Rückstand von 22“72 Zweiter hinter dem Italiener Filippo Ganna (35‘54“10).

Dritter wurde der Schweizer Stefan Küng mit einem Rückstand von 29“80. Der mehrmalige belgische und europäische Zeitfahrmeister und Stundenrekordinhaber Victor Campenaerts aus Belgien wurde 8. mit einem Rückstand von 52“81.

Straßenrennen

Am Sonntag dann wurde Van Aert in Imola beim 258,2 km langen Straßenrennen, bei dem auch mehrmals die dortige Renn-, Formel 1-und Teststrecke befahren wurde, Zweiter hinter dem Franzosen Julian Alaphilippe und vor dem Schweizer Marc Hirschi.

Alaphilippe hatte sich aus einer Verfolgergruppe abgesetzt und wurde im Alleingang Weltmeister. Wout Van Aert gehörte wie auch sein Jumbo-Visma-Mannschaftskollege Primosz Roglic aus Slowenien zu dieser aus 5 Fahrern bestehenden Gruppe, doch Roglic beteiligte sich nicht an der Führungsarbeit. Hätte der Slowene Van Aert zum Titel verhelfen können. Van Aert hatte sich für seinen Mannschaftskollegen bei der Tour de France völlig leergefahren.

Darüber wütet in Belgien eine heftige Diskussion. Ex-Radprofi Eddy Planckaert, Radsportanalyst beim VRT-Sportkanal Sporza, sagte z.B.  am Sonntag: „Wenn ich Van Aert wäre, dann würde ich für Roglic keinen Meter mehr fahren…!“ Wout Van Aert lässt sich auf diese Diskussion nicht ein und hält sie für überflüssig. Er kenne Roglic und wisse, was dieser wann könne und was nicht… 

Wout Van Aert: Zweiter beim Zeitfahren
VKA

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