Neues Krisenzentrum in Brüssel soll die Sicherheit in der Hauptstadt im Auge behalten

Nach den Anschlägen auf Brüssel am 22. März 2016 ist den Behörden klar geworden, dass es in Notsituationen in der Hauptstadt-Region ein Krisenzentrum geben muss, dass alle erforderlichen Einsätze koordiniert. Dieses Zentrum wurde am Dienstag vorgestellt und ein Kontrollraum wird alle Bewegungen bei Veranstaltungen und Ereignissen aller Art im Auge behalten.

Dieser Kontrollraum soll allen beteiligten Behörden - Polizei, Sicherheits- und Nachrichtendienste usw. - dabei helfen, enger, besser und effizienter zusammenzuarbeiten. Mit modernster Technik ausgerüstet ist man hier auf dem neuesten Stand. 16 hochauflösende Bildschirme mit 30 Millionen Pixeln fassen Bilder zusammen, die von rund 4.000 Kameras, Drohnen oder Hubschraubern geliefert werden.

Das Krisenzentrum für die Region Brüssel-Hauptstadt ist an einem geheimen Ort gelegen. Das Gebäude, dass diese Einrichtung beherbergt, kann rund 100 Personen unterbringen, z.B. Mitglieder des Koordinationszentrums für Bedrohungsanalyse, OCAD.

Von hier aus werden in Zukunft alle möglichen Veranstaltungen und Events koordiniert. Das kann bei Notsituationen, wie Terroranschlägen, Katastrophen und ähnlichem, aber auch bei Demonstrationen und Protestaktionen im Brüsseler Europaviertel sein oder auch bei Events, wie z.B. dem Brüssel Marathon, den 20 km von Brüssel oder der Brussels Pride Parade.

Auch bei Staatsbesuchen in der belgischen Hauptstadt oder bei Massenveranstaltungen, wie z.B. den „Winterfreuden“, wie hier der vielbesuchte Weihnachts- und Neujahrsmarkt heißt, kommt das Krisenzentrum zum Einsatz. Immer dort, wo es zu einem Sicherheitsrisiko kommen könnte, schauen die Mitarbeiter des Zentrums zu. Aus den Koordinationsproblemen nach den Anschlägen im März 2016 haben die Behörden gelernt. Ein „Orwelsches“ Überwachungszentrum ist diese Einrichtung aber nicht und soll es auch nicht sein.   

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