Nach 17 Anzeigen bei der Polizei: Fußfetischist soll gefasst werden

Auf Anfrage der Staatsanwaltschaft von Gent hat die Bundespolizei ein Fahndungsfoto von einem Mann veröffentlicht, der seit 2006 regelmäßig Studentinnen in Gent belästigt. Vermutlich ist die Dunkelziffer seiner Opfer viel höher als die offiziell erstatteten Anzeigen.

„Das Verhalten des Mannes und die von ihm verübten Taten sind inakzeptabel“, heißt es im Fahndungsbericht. Die jüngste Anzeige wurde am 31. Juli 2020 erstattet.

Der Mann hatte die Studentin verfolgt und sich in das Studentenwohnheim eingeschlichen. Der Mann habe anscheinend nicht sprechen können und versucht, mit den Händen zu vermitteln, dass er Hilfe brauche,. Er zeichnete ein Haus, ein Kind und einen Fuß auf der Wand und wies die Studentin an, sich hinzusetzen.

Daraufhin fing er an, ihr den rechten Schuh auszuziehen. In der Hoffnung, den Mann endlich zu begreifen, zog sie selber Schuh und Strumpf aus. Der Mann ergriff ihren nackten Fuß, hielt ihn an die Nase und zählte auf der anderen Hand bis fünf. Plötzlich schien etwas den Täter zu irritieren und er ließ von der Frau ab.

Der Fußfetischist verwende nie Gewalt gegen seine Opfer,  so der Fahndungsbericht, aber die Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass sein übergriffiges Verhalten große Auswirkungen auf die Opfer haben könne.

„Seine Handlungen sind inakzeptabel und sein Verhalten muss aufhören“, reagiert die Polizei, die den Mann auffordert, sich zu stellen: "Möglicherweise braucht dieser Mann Hilfe und können wir dabei eine Rolle spielen.“

Der kräftig gebaute, circa 1,70 bis 1,75 m große Mann stammt möglicherweise aus Osteuropa, heißt es im Fahndungsbericht. Er soll über 40 Jahre alt sein und hat dunkle Haare.

Geklärt ist nicht, ob der Mann sein Stummsein nur vortäuscht, um Studentinnen in die Falle zu locken, oder tatsächlich nicht sprechen kann.

Informationen zu der Fahndung: 0800/30.300.

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