Corona-News: Nationaler Sicherheitsrat  beugt sich über die aktuellen Entwicklungen

Der Nationale Sicherheitsrat hat im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag neue Erleichterungen der geltenden Corona-Maßnahmen bekanntgegeben. Dazu gehört auch die Tatsache, dass Personen, die Kontakt mit einem mit Corona Infizierten hatten, wobei beide eine Mund- und Nasenschutzmaske getragen haben, sich nicht mehr verpflichtet in Quarantäne begeben müssen. Das staatliche Gesundheitsamt Sciensano registriert derzeit auch die Entwicklung der „normalen“ Grippe Influenza und vergleicht diese mit Corona. 

Personen, die engeren Kontakt mit einem Corona-Infizierten ohne Mundschutzmaske hatten, müssen sich seit Monatsanfang nur noch 7 Tage lang in Quarantäne begeben, statt 14 Tage. Bedingung ist, dass man sich am 5. Quarantänetag testen lässt und dass dieser Test negativ ausfällt. Wichtig bleibe in jedem Fall aber, so Sciensano-Leiter Steven Van Gucht, sei, „dass man während zwei Wochen besonders vorsichtig bleibt und dass man sich beim geringsten Symptom testen lässt.“

Das Corona-Krisenzentrum erinnert in diesem Zusammenhang auch daran, dass sich Betroffene auch nach einer Woche Quarantäne vorsichtig verhalten sollen, denn bei einem kleinen Teil der Bevölkerung könne es auch danach noch zu einem Ausbruch kommen, sogar nach einem negativen Test. Und Besuche bei Risikopersonen sollten für die Dauer von 14 Tagen tunlichst unterlassen werden.

Neue Risikoländer

Die Corona-Gremien in Belgien warnen vor der Situation in Frankreich, wo sich Covid-19 sehr schnell ausbreitet. Es könne sei, so die Voraussage, dass ganz Frankreich in der kommenden Woche „Code Rot“ bekommt und damit Risikoland ist. Zur Liste der Länder, die „rot“ eingestuft werden, wurde jetzt auch Island hinzugefügt.

Entwicklung im Inland

Laut dem staatlichen Gesundheitsamt Sciensano sind die Ansteckungszahlen in den Provinzen Limburg, Namür und Luxemburg gestiegen, während sie in den Provinzen Lüttich und Flämisch-Brabant im Vergleich zur Vorwoche wieder sinken.

Die meisten Ansteckungen mit dem Coronavirus Covid-19 weist weiterhin die Region Brüssel-Hauptstadt auf mit rund 350 neuen Fällen pro Tag. In der Brüsseler Region liegt auch die Zahl der entsprechenden Krankenhausaufnahmen am höchsten, gefolgt von Lüttich und Antwerpen, heißt es bei Sciensano.

Grippe-Impfstoff für über 50-Jährige rezeptfrei in der Apotheke

Wer älter als 50 Jahre ist und sich gegen die Grippe impfen lassen möchte, kann den entsprechenden Impfstoff in der Apotheke abholen, ohne sich vorher ein Rezept bei seinem Hausarzt schreiben zu lassen. Damit soll erreicht werden, dass sich in diesen nasskalten Herbsttagen möglichst viele Einwohner Belgiens gegen die „normale“ Grippe Influenza impfen lassen.

Auch hier gelten Personen über 50 als Risikogruppe, die bei der Ausgabe des Impfstoffes bevorzugt werden. Hat man seinen Impfstoff in der Apotheke abgeholt, kann man einen Impftermin mit seinem Hausarzt vereinbaren. Bis dahin soll das Medikament im Kühlschrank aufbewahrt werden. Der Vorgang soll die entsprechende Verwaltung auch bei den Hausärzten entspannen.

Influenza-Entwicklung

In Zusammenhang mit der Entwicklung des Coronavirus wertet Sciensano auch die Zahl der Personen aus, die sich mit „normalen“ Grippesymptomen beim Hausarzt melden. Dies seien derzeit pro Tag rund 21 Personen pro Tag und pro 100.000 Einwohner. Sciensano-Leiter Steven Van Gucht sagte dazu: „Das ist im Vergleich zu früheren Jahren eine sehr hohe Zahl für September. Momentan ist davon etwa jeder fünfte Fall doch eine Covid-19-Infizierung.“ 

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