Langer Rechtsstreit zu Ende: Delphine Boël darf sich "Prinzessin von Belgien" nennen

Delphine Boël, die außereheliche Tochter von Belgiens Ex-König Albert II., darf sich „Prinzessin von Belgien“ nennen und trägt jetzt offiziell den Namen ihres Vaters: Sachsen-Coburg Gotha. Boël wollte sich bisher nicht dazu äußern. Erst nächste Woche wird sie Stellung dazu nehmen. Sie führte jahrelang ein juristisches Verfahren, um von ihren Vater anerkannt zu werden, was damit jetzt endgültig gelang. 

Delphine Boël darf sich jetzt „Prinzessin von Belgien“ nennen und wird nach geltendem Recht so behandelt, wie ihre Geschwister, die Kinder von Ex-König Albert II. und dessen Gemahlin Paola. Auch ihre Kinder, Joséphine und Oscar, sind jetzt Prinzessin und Prinz oder „Königliche Hoheiten“.

Boëls Anwalt Marc Uyttendaele sagte nach der Urteilsverkündung gegenüber dem frankophonen belgischen Rundfunk RTBF: „Ein juristischer Sieg kann niemals die Liebe eines Vaters ersetzen.“ Der frühere belgische König, der zugunsten seines Sohnes Philippe, Abstand vom Thron genommen hat, hatte jahrelang eine Affäre mit Sybille De Selys Longchamps aus der Delphine Boël kam.

De Selys‘ späterer Mann, Jacques Boël, hatte Delphine wie seine eigene Tochter aufgenommen. Doch seit einigen Jahren versuchte sie verzweifelt von ihrem leiblichen Vater akzeptiert zu werden, was dieser gefühllos ablehnte. Doch letztendlich verpflichtete ihn ein Gericht zu einem DNA-Test, der bestätigte, dass Albert tatsächlich ihr wirklicher Vater ist. Und er gab zu verstehen, dass er sich dem Ganzen nicht weiter wiedersetze.

Delphine Boël und ihre Anwälte, Alain de Jonghe, Yves-Henri Leleu und Marc Uyttendaele, werden sich am kommenden Montag zu diesem Urteil äußern. 

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