Reisebusse unterstützen De Lijn im Berufs- und Schülerverkehr

Seit diesem Montag, 5. Oktober, unterstützen private Reisebusunternehmen die regionale flämische Nahverkehrsgesellschaft De Lijn mit ihren Fahrzeugen im Berufs- und Schülerverkehr - vor allem morgens. Grund dafür sind zahllose Klagen von Fahrgästen, von Eltern von Schulkindern und von Busfahrern über zu volle Busse, in denen die geltenden Corona-Abstandsregeln nicht einzuhalten waren.

Trotz der Verpflichtung, im öffentlichen Nahverkehr Mundschutzmasken zu tragen, fühlen sich viele Fahrgäste in den Bussen und Bahnen von De Lijn nicht sicher, denn sehr oft sind die Fahrzeuge voll besetzt. Corona-Abstandsregeln hier einzuhalten, ist ein Ding der Unmöglichkeit, vor allem morgens, wenn zahlreiche Arbeitnehmer und Schulkinder fast gleichzeitig unterwegs sind. 

Es hagelte von vorne herein Klagen und auch das Fahrpersonal von De Lijn beklagte sich und fühlte sich unsicher und vor Corona kaum geschützt. Schnell reagierte der Reisebussektor und bot sich an, hier mit vielen Fahrzeugen, die durch Corona kaum genutzt werden, einzuspringen und für mehr Platz für die Fahrgäste zu sorgen.

121 Reisebusse, 250 Fahrten täglich

Nach Verhandlungen mit Landesmobilitätsministerin Lydia Peeters (Open VLD) werden ab diesem Montag insgesamt 121 private Reisebusse für De Lijn eingesetzt. Sie kommen morgens zum Schulanfang vor allem auf eher ländlichen Linien in der Provinz Limburg, rund um Mechelen (Prov. Antwerpen) und in den Kempen (ebenfalls Antwerpen) zum Einsatz. Auf innerstädtischen Linien werden Reisebusse nur im Notfall eingesetzt, denn dort sind die Fahrpläne besser getaktet und die Wartezeit zwischen zwei Bussen sind kurz.

Geplant sind 250 Fahren, die private Reisebusse für De Lijn pro Tag absolvieren, zusätzlich zum gültigen Fahrplan. Die Reisebusse fahren zur Entlastung direkt hinter den Linienbussen her und die Fahrgäste können dann zusteigen, wenn der Bus von De Lijn zu voll ist. Sie müssen aber im Besitz eines gültigen Fahrscheins oder eines Abonnements sein. 

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