Nightjet: ÖBB streicht Verbindungen zwischen Brüssel, Süddeutschland und Österreich

Die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) wird ab Mitte Dezember ihre Nachtzugverbindungen zwischen Brüssel, Bayern und dem eigenen Land anpassen. Einige Kurswagenverbindungen werden gestrichen, doch das Nightjet-Angebot von Brüssel nach Wien wird ausgebaut. Aber, einige Direktverbindungen fallen mangels Auslastung (wegen Corona?) weg.

Die Nachtzugverbindung zwischen Brüssel und Wien mit Kurswagenverbindungen nach München und nach Innsbruck der ÖBB mit ihre Nightjet-Zügen besteht seit Anfang 2020, doch schon zum Fahrplanwechsel werden die Verbindungen nach München und Innsbruck gestrichen.

Diese Verbindungen werden in Nürnberg vom Wien-Zug abgekuppelt und anderen Zügen beigefügt, so dass die Fahrgäste in ihren Waggons bleiben können. Doch damit ist im Winterfahrplan Schluss.

Die ÖBB verlagert diese Verbindungen in Richtung Amsterdam. Das bedeutet, dass Fahrgäste aus Richtung Belgien wieder keine direkte Verbindung zur bayrischen Hauptstadt und mit Tirol haben. Der schnellste Weg, so ÖBB-Sprecher Bernard Rieder gegenüber der Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ, ist jetzt, nach Köln zu fahren und dort umzusteigen.

Aber, die Österreichische Bundesbahn will die Frequenz der Direktzüge von Brüssel nach Wien und zurück erhöhen. ÖBB-Sprecher Rieder kann bisher allerdings noch nicht sagen, wie oft diese Züge fahren werden und wie die Fahrpläne konkret aussehen.

Die Tatsache, dass direkte Zugverbindungen zwischen Brüssel, Bayern und Tirol gestrichen werden, stößt in Belgien auf Kritik. Die Fahrgast- und Verkehrsinitiative „Back on Track Belgium“ bedauert, dass damit vernünftige Alternativen zu Kurzstrecken-Flugverbindungen gekappt werden. 

Meist gelesen auf VRT Nachrichten