Landen in Flämisch-Brabant: 2.000 Jahre alter römischer Krug ausgegraben

In Waasmont, eine Teilgemeinde von Landen in der Provinz Flämisch-Brabant, ist im Rahmen des „Nationalen Suchtages mit Metalldetektoren“ (Foto) ein rund 2.000 Jahre alter bronzener Krug (Foto unten) entdeckt und ausgegraben worden. Das Fundstück stammt wohl aus der Römerzeit, also aus dem ersten Jahrhundert nach Christus.

Der Boden rund um Landen ist ein Lehmboden, in dem viele guterhaltene Schätze aus der Vergangenheit verborgen sind. Und diese sollten am Wochenende entdeckt werden. Rund 150 Hobby-Sucher mit Metalldetektoren schwärmten auf dem Gebiet der gesamten Gemeinde aus und machten nach Angaben von Bürgermeister Gary Peeters (CD&V) einige Funde: „Es wurden einige Gegenstände gefunden, wie z.B. römische Münzen und Haarnadeln, ein römischer Ring und ein Wasserkrug“.

Dieser römische Krug ist denn auch das wichtigste Fundstück dieser Metalldetektoren-Suchaktion in der Landener Region, wie der Bürgermeister hocherfreut gegenüber dem VRT-Sender Radio 2/Flämisch-Brabant erzählte: „Einen 2.000 Jahre alten Gegenstand findet man nicht jeden Tag.“ Landen hat eine reichhaltige und wechselhafte Geschichte. Hier lebten Römer und Karolinger und auch die napoleonische Zeit hat hier ihre Spuren (und ihre Fundstücke im Lehmboden) hinterlassen.

Der Krug ist in einer „cire perdue“-Technik gegossen worden (eine Art Auswaschtechnik) und befindet sich offenbar in einem sehr guten Zustand, der jetzt von Mitarbeitern des flämischen Amtes für Kulturerbe unter die Lupe genommen wird. Später wird der Wasserkrug im Landener Museum „Rufferdinge“ ausgestellt. Der Finder bekommt übrigens nichts dafür, doch nach Angaben seines Bürgermeister sind solche Leute von ihrem Ehrenamt so überzeugt, dass ihnen materielle Werte nichts bedeuten.

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