Diskriminierung beim Vermieten von Studentenzimmern in Leuven: Willem wird schneller fündig als Ahmed

Einer Untersuchung der Studentenzeitung Veto zufolge lassen Vermieter von Studentenzimmern in Leuven häufig rassistische Kriterien gelten. Researcher der Zeitung hatten sich als Studenten ausgegeben, die ein Zimmer suchten. Willem wurde häufiger als Ahmed zum Besichtigungstermin eingeladen.

Potentielle Studentenzimmervermieter hatten zwei E-Mails erhalten, eine im Namen von Willem, die andere im Namen von Ahmed. Willem wurde elf Mal häufiger zu einer Besichtigung eingeladen. Ahmed durfte sich das Zimmer nur bei vier Vermietern anschauen. Zimmervermieter machen also einen Unterschied.

Lieber keine Chinesen

Aus der Untersuchung geht auch hervor, dass man in der Studentenstadt lieber nicht an Chinesen vermietet. Das Corona-Virus hat die Lage der chinesischen Studenten auf dem Leuvener Wohnungsmarkt nicht verbessert. „Aber ein Teil der Untersuchungsdaten wurden bereits vor dem Ausbruch der Epidemie erfasst“, sagt Daan Delespaul von Veto. Und weiter: „Im Allgemeinen herrschen Vorurteile gegen Chinesen. Warum genau, kann ich nicht sagen. Vielleicht weil sie weniger gut Englisch sprechen? Oder weil sie sich, so gesagt, weniger gut integrieren?“

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