Stadt Brüssel breitet das neue Alkoholkonsumverbot weiter aus

Montagabend hat der Gemeinderat der Stadt Brüssel beschlossen, das Verbot, Alkohol auf der Straße zu konsumieren, bis an das Stadtviertel am Kanal auszubreiten. Das bereits im vergangenen Winter verabschiedete Alkoholkonsumverbot galt bis gestern nur für das Stadtviertel De Brouckère, Oper, Börse, Sint-Goriks-Hallen und Fointainas.

Die Hauptstadt-Gemeinde hatte den Beschluss getroffen, nachdem vermehrt Beschwerden wegen Störung der öffentlichen Ordnung, Vandalismus, Belästigung und Diebstahl eingegangen waren. Die Probleme waren vornehmlich Personen zuzuschreiben, die in betrunkenem Zustand verkehrten.

Infolge des Beschlusses hatte sich das Problem vom Brüsseler Innenstadtbezirk auf den Bezirk am Kanal und um den Platz Sint Kathelijn verschleppt.

Rund um die Uhr

Auch inhaltlich verschärft der Brüsseler Bürgermeister Philippe Close (PS) die Maßnahme, da der Alkoholkonsum fortan rund um die Uhr – und nicht mehr nur von 22 Uhr bis 6 Uhr morgens – verboten ist.

Zuwiderhandelnde riskieren eine Strafe von bis zu 350 Euro. Sofern diese innerhalb von einem Jahr ein zweites Mal erwischt werden, droht erneut eine Geldbuße von 350 Euro.

Brüssel-Stadt ist nicht die einzige Gemeinde, die den Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit verbietet: Auch Schaarbeek, Jette, Elsene (Ixelles), Sint-Lambrecht-Woluwe und Watermaal-Bosvoorde haben ein ähnliches Verbot erlassen.  

Der Verzehr alkoholischer Getränke bleibt wohl auf den Caféterrassen und im Rahmen ordentlich organisierter Veranstaltungen erlaubt.

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