Bis fünf Jahre Haft für spektakulären Einbruch in den Tresorraum einer Bank in Antwerpen

Fünf Männer, die im Februar 2019 in den Tresorraum der Bank ING Paribas in Antwerpen eingebrochen waren und dafür zwei Tunnel gegraben hatten, sind vom Antwerpener Strafgericht bis zu fünf Jahre Haft verurteilt worden. Sie hätten einen meisterhaften Plan gehabt, urteilte der Richter.

Am 3. Februar 2019 musste die Antwerpener Polizei feststellen, dass 27 Schließfächer im Tresorraum der BNP-Paribas-Filiale an der Belgiëlei aufgebrochen waren.

Wie groß die Beute wirklich war, konnte bis heute nicht genau geklärt werden. Von den gestohlenen Gegenständen oder Geldern wurde bislang nichts wiedergefunden.

Einem der Anwälte zufolge soll die Beute beachtlich gewesen sein: „Auf dem Boden lagen noch 500-Euro-Scheine, die die Täter zurückgelassen hatten“.

Von außen war der Bankfiliale nichts anzusehen. Die Täter hatten eine Kellerwohnung in der Nerviensstraat in der Nachbarschaft gemietet. Von dort aus gruben sie einen Tunnel zur Kanalisation. Durch die Kanalisation gelangten sie bis an das Bankgebäude, von wo aus sie einen zweiten Tunnel bis zum Tresorraum gruben.

Das Gericht sprach von einer kriminellen Vereinigung und bezeichnete den Sachverhalt als „äußerst schwerwiegend“ und wollte „die härteste Strafe“ verhängen.

Zwei Täter sind immer noch auf der Flucht: Sie wurden in Abwesenheit zu fünf Jahren Haft und einer Geldstrafe von 8.000 Euro verurteilt. Die drei anderen Männer wurden ebenfalls zu Haftstrafen verurteilt: Zwei Männer erhielten drei Jahre Haft, ein weiterer 40 Monate Haft. 

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