Pedro Facon, ein hoher Funktionär aus dem Gesundheitsministerium, wird Belgiens Corona-Kommissar

Der Nationale Sicherheitsrat hat am Dienstag einen Corona-Kommissar angestellt, wie dies von Experten in diesem Bereich bereits einige Zeit gefordert wird und wie dies im Koalitionsabkommen der „Vivaldi“-Regierung um Premier De Croo festgeschrieben steht. Dabei handelt es sich im Pedro Facon (Foto) aus dem Bundesgesundheitsministerium. Facon ist Generaldirektor für Gesundheit und Pflege im Ministerium. 

Pedro Facon hat die Coronakrise in seinem Ministerium von Anfang an mit gemanagt. Doch jetzt tritt er in den Hintergrund. Er muss jetzt die Arbeit der insgesamt 9 verschiedenen Gesundheitsminister in Bund, Ländern, Regionen und Gemeinschaften koordinieren.

Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) ist voll des Lobes über die bisherige Arbeit Facons: „Er war eine der Schlüsselfiguren während der ersten Welle und dank ihm ist die Situation in den Krankenhäusern immer unter Kontrolle geblieben. Er genießt überall Respekt und ein hohes Ansehen.“

Doch die Ansprüche an ihn sind hoch, wie der Premierminister andeutete: „Ziel ist, dass er Dreh- und Angelpunkt in der Corona-Politik wird. Er muss das Öl in der Maschine sein, dass die Zusammenarbeit flott abläuft. Seine Aufgabe ist, den Barometer zu operationalisieren.“

Pedro Facon ist 39 Jahre alt, arbeitete vor seiner Amtsübernahme des Postens des Generaldirektors für Gesundheit und Pflege im Bundesgesundheitsministerium in verschiedenen Ministerkabinetten (u.a. bei der früheren Gesundheitsministerin Maggie De Block (Open VLD)) und bei Gesundheitseinrichtungen.

Facon studierte an der Universität Löwen (KU Leuven) mit Fachrichtung Behördenmanagement und Audit und sein erster Arbeitsplatz war das staatliche Amt für Krankenversicherung (Riziv). Der neue Corona-Kommissar war bisher und bleibt auch Mitglied des Nationalen Sicherheitsrats und des Corona-Krisenzentrums der Regierung. 

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