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Flandern will Geländewagen schwerer besteuern

Wer heute mit einem Geländewagen in Flandern unterwegs ist, profitiert von steuerlichen Vorteilen, die die Anschaffung eines solchen hochbeinigen Fahrzeugs mit Ladefläche interessant machen. So zahlen SUV-Fahrer eine ganz normale Verkehrszulassungssteuer und die jährliche KFZ-Steuer ist niedriger als für einen ganz gewöhnlichen PKW.

Der flämische Finanzminister Matthias Diependaele (N-VA) möchte den günstigen Besteuerungssatz für Geländewagen, die nur zu privaten Zwecken gefahren werden, abschaffen. Als Firmenwagen sollen SUV-Fahrzeuge noch stets von steuerlich günstigen Bedingungen profitieren  können.

Voraussetzung: Einigung mit den anderen Regionen

Bevor der flämische Finanzminister die Steuervorschriften für Geländewagen ändern kann, muss er eine Einigung mit den anderen Landesregierungen in Belgien erreichen. Die geplanten Änderungen sollen dann nicht rückwirkend, sondern nur für neu zugelassene Geländewagen gelten.

Ein Renner

Der Verkauf von Geländewagen hat sich in den letzten zehn Jahren verdreifacht. Seit 2017 sind jedes Jahr im Schnitt 7.000 Geländewagen und andere SUV-Fahrzeuge verkauft worden.

Im Januar hatte ein Reporterteam der VRT-Redaktion ausgerechnet, dass der Inhaber eines Pick-up-Monsters wie der Dodge Ram im Prinzip 11.000 Euro Zulassungssteuer, u. a. wegen seiner hohen CO2-Emissionen, zahlen müsste. Da ein Geländewagen in Belgien in derselben Kategorie wie ein kleiner Lieferwagen registriert ist, zahlen Geländewagenfahrer nur eine Verkehrssteuer von 147 Euro pro Jahr. Würde sich die Verkehrssteuer an den tatsächlichen Eigenschaften des Fahrzeugs ausrichten, würde diese sich auf 4.000 Euro/Jahr belaufen.

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