Ab Mittwoch gilt "Code orange" für den Sport in Flandern

Flanderns Landessportminister Ben Weyts (N-VA) kündigte am Montagnachmittag an, dass für die Sportwelt ab dem kommenden Mittwoch „Code orange“ gilt. Das bedeutet konkret, dass Hallensportveranstaltungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden können, für alle unter 12 Jahren untersagt sind.

Basketball ist damit z.B. nicht mehr möglich, ein kontaktloser Sport wie Tennis darf aber weiterbetrieben werden. In den gesperrten Bereichen darf allerdings wohl trainiert werden, wenn dabei der vorgeschriebene Abstand zwischen zwei Personen gewährleistet werden kann, z.B. Fitnesstraining bei Basket- oder Handballern.

Das seien keine schönen Maßnahmen, so Sportminister Weyts, der hier schärfer auftritt, als im Schulwesen, wo er als Bildungsminister an „Code gelb“ festhält. Doch man müsse hart durchgreifen, wenn sich Sport als Ansteckungsherd für das Coronavirus Covid-19 erweise.

„Für die jüngsten Sportler bleibt aber einiges mehr möglich. Wir wollen dafür sorgen, dass sie weiter Sport betreiben können“, so Weyts dazu am Montagnachmittag. Auch Sportlager in den Herbstferien in Flandern können stattfinden, wenn dabei die gleichen Regeln, wie z.B. bei Pfadfinderlagern eingehalten werden können.

Die Umkleidekabinen in den Sportstätten müssen geschlossen bleiben, außer in Schwimmbädern. Kantinen dürfen aber geöffnet bleiben, denn hier gelten die gleichen Regeln wie in der Gastronomie: Maximal 4 Personen an einem Tisch und 1,5 Meter Abstand zwischen Personen und Tischen plus Mundmaskenpflicht für die Bedienung und wenn sich Kundschaft bewegen muss (reinkommen, rausgehen, Toilettengang…).

Die zugelassenen Zuschauerzahlen bleiben vorerst die gleichen, wie bei den bisherigen Corona-Regelungen: 200 Personen in Hallen und 400 Personen unter freiem Himmel, doch wenn sich die Zahlen weiter verschlechtern, müssen die Kantinen schließen und die Sportevents finden ohne Publikum statt, so Weyts. 

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