Brügge erlaubt Gastronomen, im Winter Terrassen zu öffnen, brauchte aber Zustimmung vom Denkmalschutzamt

Dirk De fauw (CD&V), der Bürgermeister von Brügge, will der Corona-gebeutelten Gastronomie in seiner Stadt ermöglichen, auch in diesem und im kommenden Winter Terrassen zu öffnen. Wegen Corona ist es nicht zuletzt sicherer, draußen zu sitzen, statt drinnen. Doch dazu brauchte der Bürgermeister die Zustimmung des Denkmalschutzes in Flandern. 

Eigentlich verschwinden die Terrassenschirme und das dazu gehörende Mobiliar nach den Weihnachtsferien und im Zeitraum Anfang Januar sind die historischen Gebäude z.B. am Brügger Markt in ihrer vollen Schönheit zu bewundern.

Doch in den kommenden beiden Wintern wird das wohl nicht der Fall sein, weil Bürgermeister Dirk De fauw den Gastronomen ermöglicht, ihre Kunden bei gutem Winterwetter auch auf der Terrasse zu bedienen.

Aber so einfach, wie gedacht, war es für den Brügger Stadtrat nicht, diese Idee umzusetzen, denn Brügge ist UNECSO-Kulturerbe und überall in der Altstadt sind historisch bedeutende Gebäude zu finden. Viele davon allerdings sind Kneipen, Cafés oder Restaurants. Bürgermeister De fauw hatte Glück, denn Flanderns Denkmalschutzminister Matthias Diependaele spielte mit und kümmerte sich um die Genehmigung.

Unterstützung muss nicht immer Geld sein. Das geht auch über flexible Behörden, die mitdenken. Hier wird uns dabei geholfen, einen Schritt weiterzukommen. Ich kann das nur weiterempfehlen und sage dazu: Macht das überall in Flandern!“ 

Matthias De Caluwe: CEO des flämischen Gastronomieverbandes

De fauw sagte dazu, dass einige Beschlüsse Zustimmungen der Behörden erfordern, z.B. die Terrassenbeheizung, die elektrisch sein muss und nicht mit Gasheizstrahlern erfolgen darf: „Wenn es aber um die klassische Stadtansicht geht, wie auf dem Markt oder am Fischmarkt, dann muss der Denkmalschutz ein Gutachten abgeben.“

Der dafür zuständige Minister Diependaele gab grünes Licht und will damit auch ein landesweites Signal senden: „Es kann perfekt möglich sein, der Gastronomie auf sichere Art und Weise zu ermöglichen, die Terrassen innerhalb der getroffenen Maßnahmen zu betreiben.“

Der Gastronomieverband Horeca Vlaanderen freut sich über das, was in Brügge möglich ist und ruft auch andere Städte dazu auf, diesem Beispiel zu folgen. Man solle kreativ sein, wenn es nicht gerade um Denkmalschutz geht, sagt Verbands-CEO Matthias De Caluwe dazu: „Unterstützung muss nicht immer Geld sein. Das geht auch über flexible Behörden, die mitdenken. Hier wird uns dabei geholfen, einen Schritt weiterzukommen. Ich kann das nur weiterempfehlen und sage dazu: Macht das überall in Flandern!“ 

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