Die Zahl der Corona-Ansteckungen nimmt nicht in den Schulen zu, doch Unis und Hochschulen müssen reagieren

Die rasch ansteigenden Zahlen mit neuen Corona-Ansteckungen in Flandern ist wohl kaum auf die Schulen zurückzuführen. Stärker betroffen sind allerdings eher Universitäten und Hochschulen. Diese ergreifen strengere Maßnahmen und schalten auf „Code orange“ oder gar auf „Code rot“ um.

Im flämischen Schulwesen ist man sich ziemlich einig darüber, dass die Zahl der neuen Infizierungen mit dem Coronavirus Covid-19 hier nur langsam steigt und nur wenige Institute oder Klassen müssen wegen Ansteckungen von Lehrkräften oder Schulkindern geschlossen oder in Quarantäne geschickt werden. Nur am Anfang des Schuljahres waren die Werte hier höher, doch dies lag statistisch gesehen eher an Urlausrückkehrern aus Risikogebieten.

In den Universitäten und den Hochschulen in Flandern sieht das etwas anders aus. Nach den Universitäten von Antwerpen, Gent und Hasselt schalten jetzt auch die Universität Löwen (KU Leuven) und die flämische Freie Universität Brüssel (VUB) einen Gang höher und führen „Code orange“ ein.

Das bedeutet, dass die Vorlesungen dort zwar stattfinden, doch dass nur ein Teil der Studierenden dort zugelassen wird. Der andere Teil folgt den Unterrichten per Computer von zu Hause aus oder aus ihren Studentenbuden. Konkret bedeutet „Code orange“, dass in der Aula nur jeder 5. Sitzplatz besetzt sein darf und dass alle Anwesenden eine Mundschutzmaske tragen müssen.

„Wir haben Auswirkungen auf die Städte, in denen wir anwesend sind, zumal Unis mit großem Campus. Wir räumen der Schulpflicht Vorrang ein und wir wollen vermeiden, dass die Schwächsten in der Gesellschaft gefährdet werden“, sagte Luc Sels dazu, der Rektor der KU Leuven. Die VUB behält sich vor, angesichts der hohen Fallzahlen in Brüssel zur Not auch „Code rot“ einzuführen.

Auch die Thomas More-Hochschule mit Niederlassungen u.a. in Löwen und in Mechelen (Prov. Antwerpen) schaltet auf „Code orange“, wie allen Studierenden per Email mitgeteilt wurde. Auch hier wird auf Fernunterricht gesetzt und in den Laboren und den Praxisräumen bleiben die geltenden Abstands- und Hygieneregeln akut. 

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