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Steigende Coronazahlen: Bricht jetzt wieder die Zeit des Homeoffice an?

Im Zuge der rasch ansteigenden Coronazahlen in Belgien rufen die Behörden verstärkt dazu auf, dass Arbeitnehmern, wenn möglich, von zu Hause aus arbeiten sollen. Doch seit der ersten Covid-Welle ist Homeoffice in unserem Land beliebter denn je. Dies bestätigen auch Studien von Personaldienstleistern.

Noch am Dienstag rief Jan Spooren, der Gouverneur der Provinz Flämisch-Brabant dazu auf, dass angesichts der zweiten Welle der Corona-Epidemie „Homeoffice wieder zur Norm werden muss“. Doch ist diese Art der Arbeit nicht längst eine Norm geworden?

Eine Studie der Uni Löwen (KE Leuven) und der Personaldienstleister Acerta und HR Square stellt fest, dass ohnehin schon jeder vierte Arbeitnehmer in Belgien von zu Hause aus arbeitet.

Während des Lockdowns zur Zeit der ersten Welle im Frühjahr arbeiteten gut 50 % aller Beschäftigten in unserem Land im Homeoffice. Vor dem Lockdown und vor Corona war das aber schon der Fall für rund ein Viertel aller Arbeitnehmer, so die Studie.

Nicht für jeden eine Alternative

Vorläufig sieht es noch nicht so aus, dass die Beschäftigten, für die das überhaupt möglich ist, wieder massiv ihre Büros verlassen, um von zu Hause aus zu arbeiten. Doch die aktuelle Entwicklung der Coronazahlen könnte dies schnell anders aussehen lassen.

Behörden und Regierungen raten jetzt schon dazu, dass die Beschäftigten „mindestens mehrere Tage pro Woche“ ins Homeoffice gehen sollten, zumal bei systemrelevanten Unternehmen oder Ämtern.

Profitieren davon können aber eher nur Angestellte, Beamten, Beschäftigte mit Bürojobs oder Mitarbeiter von eher kreativen Unternehmen. Arbeitnehmer aus z.B. der Produktion oder aus bestimmten Dienstleistungssektoren müssen wohl mehrheitlich weiter vor Ort arbeiten gehen. 

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