Selbstfahrende Busse werden in Flandern kurzfristig wohl nicht unterwegs sein

Busse ohne Fahrer, die autonom unterwegs sind, bleiben vorerst im belgischen Bundesland Flandern Zukunftsmusik. Die regionale Nahverkehrsgesellschaft De Lijn wollte ursprünglich ab 2023 in Antwerpen, Gent, Löwen und Mechelen selbstfahrende Busse auf einigen festen Linien einsetzen, doch inzwischen erweist sich dieses Projekt als zu komplex und zu teuer, wie die flämische Wirtschaftszeitung De Tijd meldet. 

Vor zwei Jahren hatte De Lijn ihre selbstfahrenden Busse ausgeschrieben und eigentlich sollte jetzt bestimmt werden, wer den Zuschlag dafür bekommen wird. Schon nächstes Jahr sollten die ersten Testfahrten auf den geplanten Trassen in Angriff genommen werden. Doch daraus wird wohl nichts, wie De Tijd am Donnerstag schreibt.

Vier Angebote von interessierten Unternehmen seien bei De Lijn eingegangen, wovon aber nur eines in die engere Wahl gezogen wurde, weil es „brauchbar“ war, wie es dazu heißt. Doch letztendlich entschied sich die Verkehrsgesellschaft, auf dieses Angebot nicht einzugehen.

Bei De Lijn ist man sich angesichts der Art der Angebote nicht mehr ganz so sicher, ob das Projekt in flämischen Städten technologisch gesehen nach dem aktuellen Stand der Dinge umgesetzt werden kann.

Ob die Tests in den vier oben genannten Städten jetzt weiter fortgesetzt oder beendet werden, ist noch nicht deutlich. Nach Angaben von De Lijn-Sprecherin Karen Van der Sype „laufen die Verhandlungsverfahren und die dazu gehörenden Gespräche noch.“

Aber, das bereits laufende Projekt rund um die Anbindung des Brüsseler Flughafens in Flämisch-Brabant und der Hauptstadt-Region wird weiter fortgesetzt (Foto). Hier finden seit dem vergangenen Jahr erfolgreich Testfahrten mit selbstfahrenden Bussen statt, bei denen kein Fahrer, wohl aber ein Steward im Fahrzeug anwesend ist. 

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