Armenische Demonstranten blockierten Grenzübergänge zu den Niederlanden und Frankreich

Demonstranten mit armenischen Flaggen haben am Freitagmorgen einige Grenzübergänge zwischen Belgien und den Niederlanden blockiert. Mit dieser Aktion wollten sie an den bewaffneten Konflikt um Berg-Karabach zwischen ihrem Land und Aserbeidschan erinnern. 

Dutzende Demonstranten blockierten am frühen Freitagmorgen Grenzübergänge u.a. in Rekkem (Westflandern) an der Grenze zu Frankreich und in Meer (Antwerpen) und Maasmechelen (Limburg) an der Grenze mit den Niederlanden. Im Laufe des Vormittags zogen sich die Demonstranten nach und nach wieder zurück.

Die Demonstranten, die armenische Flaggen und Spanntücher mit sich führten, gaben an, dass sie überall in Europa aktiv seien: „Wir stehen hier, um Europa hören zu lassen, dass wir nicht damit einverstanden sind, dass sich die Türkei in diesen Konflikt zwischen Armenien und Aserbeidschan einmischt. Sie kämpfen gegen uns und gegen unsere Frauen und Kinder“, sagte einer von ihnen am Grenzübergang Meer.

Dieser „vergessene“ Konflikt um Berg-Karabach zwischen Armenien und Aserbeidschan ist vor einigen Monaten wieder aufgeflackert und die Kämpfe fordern zahlreiche zivile Opfer und sorgen für neue Flüchtlinge. Die armenischen Bewohner dieser von aserbeidschanischem Gebiet umgebenen Provinz wollen offiziell zu Armenien gehören, doch auf der anderen Seite will Aserbeidschan die Kontrolle über dieses Gebiet haben.

Doch dieser Konflikt ist auch eine Art Stellvertreterkrieg. Russland unterstützt Armenien und die Türkei Aserbeidschan… 

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