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Nieuwpoort will keine Muschelfarm einer Discounterkette vor der Küste

Der Küstenbade- und Fischerort Nieuwpoort an der belgischen Nordseeküste legt beim belgischen Staatsrat Beschwerde gegen den Bau einer Muschelfarm im Meer ein. Die belgische Discounterkette Colruyt will etwa 5 km vor dem Küstenstreifen von Nieuwpoort eine Art Meeresfarm für die Züchtung von Meeresfrüchten und anderem anlegen.

Colruyt will 5 km vor dem Küstenstreifen von Nieuwpoort eine Meeresfarm errichten, in der Muscheln, Austern und Algen für den Verkauf in den Discounterläden gezüchtet werden sollen. Diese Unterwasserfarm soll rund 5 km² groß werden.

Doch die Stadt Nieuwpoort legt dagegen beim belgischen Staatsrat in Brüssel Beschwerde ein. Bürgermeister Geert Vanden Broucke (CD&V) bemängelt, dass seiner Kommune in dieser Sache kein Mitspracherecht bei der Erteilung von Bau- und Betriebsgenehmigungen gewährt wurde. Sie liege zu nah an der Stadt bzw. am Strand, so der Bürgermeister.

Doch Nieuwpoort hat noch ein zweites Problem mit dieser Muschelfarm. Dort, wo diese entsteht, gehen die Fischer der Küstenstadt seit hunderten von Jahren  fischen. Doch wenn diese Farm einmal im Bau ist, dürfen und können sie in ihren angestammten Gebieten nicht mehr zum Fang ausfahren.

Das nimmt ihnen eines der letzten Fanggebiete weg, denn schon im Zuge des Brexit steht zu befürchten, dass sie ihre Netze auch nicht mehr in den ertragreichen britischen Gewässern auswerfen können. Nicht zuletzt befindet sich in Nieuwpoort ein Yachthafen, dessen Attraktivität und Anziehungskraft durch die Farm leiden wird, weil ein Gebiet, in dem z.B. oft und gerne gesegelt wird, wegbricht. 

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