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Urteile im Fall der Hausexplosion in Lüttich im Januar 2010 verkündet

Im Prozess zur Explosion eines Hauses im Stadtzentrum von Lüttich vor über 10 Jahren sind am Donnerstag die Urteile verkündet worden. Das Gericht verurteilte den Hausbesitzer wegen Unterlassung zu 14 Monaten Haft auf Bewährung. Auch die Lütticher Feuerwehr und zwei kommunale Beamte standen in diesem Fall vor Gericht.

Der Hausbesitzer wurde der Unterlassung schuldig gesprochen, weil er es versäumt hatte, das fragliche Gebäude auch nach wiederholten Warnungen durch die Behörden zu renovieren und den Vorschriften entsprechend instand zu setzen. Er hatte lediglich einige Gasrohre selbst verlegt und dabei jegliche Sicherheitsvorschriften unbeachtet gelassen.

Auch die Lütticher Feuerwehr gehörte zu den Angeklagten. Sie war kurz vor der fatalen Explosion wegen Gasgeruch alarmiert worden, zog aber wieder ab, weil man „nichts gerochen“ habe. Sie erhielt eine Aussetzung des Urteils.

Daneben waren zwei Kontrollbeamten der Stadt Lüttich angeklagt worden, weil die ihrer Aufsichts- und Kontrollpflicht in dem später explodierten Haus nicht nachgekommen waren. Sie wurden allerdings freigesprochen.

In der Nacht vom 26. auf den 27. Januar 2010 war das Haus in der Rue Léopold in Lüttich nach ausströmendem Gas explodiert. Dabei kamen 14 Menschen ums Leben und 19 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. In dem Haus im Zentrum von Lüttich wohnten vor allem viele Studenten. 

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