104. Flandern-Rundfahrt: sechs Monate später und ohne Publikum

Statt wie traditionell im April wird die 104. Ausgabe der Flandern-Rundfahrt erst Mitte Oktober ausgetragen. Das liegt an der Corona-Epidemie, die seit Anfang März in Belgien wütet. Statt Hundertausende Zuschauer muss das beliebte Eintagesrennen auch ohne Zuschauer und Fans stattfinden. Favoriten für die Nachfolge des Italieners Alberto Bettiol auf dem höchsten Podest sind Wout van Aert und Mathieu van der Poel.

Genau wie der Gesundheitsminister am vergangenen Freitag haben auch die Organisatoren die  Radsportfans gebeten, das Rennen vor dem Fernseher zu verfolgen.

Mit 243,3 Kilometern zwischen Antwerpen und Oudenaarde ist die Strecke in diesem Jahr etwas kürzer, umfasst aber die meisten der gewohnten Hindernisse. Erneut dürfte der letzte 13 km lange Streckenabschnitt zwischen dem Quaremont und dem Paterberg die Entscheidung bringen.

Die beiden größten Favoriten auf den Sieg sind der Belgier Wout van Aert (Jumbo-Visma, Foto unten) und der Niederländer Mathieu van der Poel (Alpecin-Fenix). Der Vorjahressieger, der Italiener Bettiol, zeigte mit seinem 4. Platz in Gent-Wevelgem am vergangenen Sonntag, dass er in guter Verfassung ist.

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Auch Tour-de-France-Sieger Alaphilippe gehört zu den Favoriten

Julian Alaphilippe (Foto, in weiß) nimmt an seiner ersten Flandern-Rundfahrt teil. Der Franzose trägt sein Regenbogentrikot und wird Anführer einer Elegant-Quick-Step-Mannschaft, die mit Yves Lampaert, Kasper Asgreen, 2. im Jahr 2019, Florian Sénéchal und Zdenek Stybar viele weitere Trümpfe im Ärmel haben wird. Der Franzose könnte der sechste werden, der das Regenbogentrikot gewinnt, als Nachfolger von Eddy Merckx und Peter Sagan.

Weitere Fahrer, die es zu beachten gilt, sind Tim Wellens - John Degenkolb (Lotto Soudal), Oliver Naesen (AG2R La Mondiale) oder Mads Pedersen (Sunweb), der Gewinner des Rennens von Gent-Wevelgem, Matteo Trentin (CCC) und Stefan Küng (Groupama - FDJ).

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