Überbrückungsgelder für durch Corona geschädigte Selbständige bis zum Jahreswechsel verlängert

Die finanziellen Unterstützungsmaßnahmen für durch die Coronakrise betroffene und geschädigte Selbständige in Belgien werden bis zum 31. Dezember aufrecht erhalten. Dies habe der Ministerrat der belgischen Bundesregierung am Freitag beschlossen, teilte David Clarinval (MR - Foto), Minister für Mittelstand und Selbständige, am Sonntag gegenüber dem frankophonen öffentlich-rechtlichen Sender RTBF mit.

Eigentlich wären die bisher laufenden Überbrückungsgelder zum Ende des Monats Oktober ausgelaufen, doch angesichts der Tatsache, dass die Corona-Gesundheitskrise alles andere als besser wird und dass erneut scharfe Maßnahmen zur Eindämmung des Covid-19-Virus in Bund und Ländern erlassen wurden, wird diese Maßnahme der Bundesregierung verlängert, so Clarinval gegenüber dem RTBF.

Der Ministerrat hat auch eine Verdopplung der Summen beschlossen, mit denen die betroffenen Selbständige unterstützt werden, wenn die ihre Betriebe einstellen oder ihre Geschäfte teilweise oder ganz schließen müssen. Das bedeutet, dass alleinstehende Selbständige pro Monat rund 2.500 € erhalten und Selbständige mit Familie rund 3.200 €.

Bei den Betroffenen, die hiervon profitieren können, handelt es sich in erster Linie um Gastronomen, Caterer oder Nachtclubbetreiber sowie um Selbständige aus den Bereichen Kultur und Veranstaltungen - Künstler, Techniker und andere Mitarbeiter dieser Branche und auch um Schausteller und um Marktleute.

Diese Gelder kommen aus einem mit rund 500 Mio. € gefüllten Topf, den die belgische Bundesregierung zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise angelegt hat. Die Hilfsgelder der föderalen Ebene in diesem Bereich dürfen mit anderen Mitteln, die z.B. aus den Landeskassen fließen, kombiniert werden, so Clarinval am Sonntag. 

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