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Corona-Patienten aus Belgien werden auch in deutschen Krankenhäusern behandelt

Inzwischen werden einige Corona-Patienten aus Belgien in Krankenhäusern in Deutschland behandelt. Am Dienstag wurden erste Patienten aus Lütticher Kliniken ins Münsterland in NRW gebracht. Der belgische Luftrettungsdienst CMH brachte die Patienten dorthin. Doch es werden auch Lütticher Patienten nach Bonn gebracht. 

Der Luftrettungsdienst CMH aus Bra-sur-Lienne bei Lierneux in der Provinz Lüttich hat am Dienstag drei Corona-Patienten aus Lütticher Kliniken nach Nordrhein-Westfahlen gebracht. Zwei dieser Patienten wurden ins Münsterland geflogen. Einer davon wurde in die Uniklinik von Münster (UKM) gebracht und ein weiterer ins Marienhospital in Steinfurt. Ein dritter Patient wurde in eine Klinik in Bonn gebracht. 

Nach Angaben des WDR haben sich 85 Kliniken in NRW dazu bereiterklärt, Covid-19-Patienten aus den Nachbarländern (Belgien, Niederlande, Frankreich) aufnehmen zu können. Zurzeit werden in NRW 22 ausländische Patienten versorgt, für die Zuordnung auf die einzelnen Kliniken ist das UKM in Münster zuständig.

Im Vorfeld hatte die NRW-Landesregierung Unterstützung zugesagt, Belgien bei der Versorgung von schwerkranken Covid-19-Patienten zu helfen. Das UKM hat auf die Anfrage der Belgier direkt positiv reagiert, wie die Münstersche Zeitung dazu meldet.

Einige Patienten aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Ostbelgien werden derzeit in Krankenhäusern in der Städteregion Aachen behandelt und auch in Kliniken in Prüm und Trier in Rheinland-Pfalz können (ost)belgische Patienten aufgenommen werden. Dazu hat DG-Gesundheitsminister Antonios Antoniadis (SP) entsprechende Gespräche geführt.

Antoniadis erinnert auch daran, dass der belgische Staat, bzw. die Landesbehörde für Kranken- und Invalidenversicherungen (LIKIV, RIZIV, INAMI) alle entstehenden Kosten übernimmt. Bisher gab es in dieser Frage eine Obergrenze bei der Höhe dieser Rückerstattungen. Im Laufe der Corona-Pandemie werden die Kosten aber komplett übernommen. Das betrifft sowohl den Transport von einem belgischen in ein ausländisches Krankenhaus als auch die dort entstehenden Aufenthalts- und Behandlungskosten.

„Das betrifft alle Untersuchungen, die durchgeführt werden und mit der Behandlung von Covid-19 zu tun haben. Es muss eine Diagnose Covid-19 und eine Überweisung von einem belgischen Krankenhaus in ein deutsches oder ein anderes Krankenhaus innerhalb der Europäischen Union vorliegen“, so Gesundheitsminister Antoniadis gegenüber dem belgischen Rundfunk in deutscher Sprache, BRF.

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