Der Online-Fahrdienst Uber wird auch in Flanderns Städten aktiv

Ab dem 9. November wird der amerikanische Online-Fahrdienst Uber auch in einigen flämischen Städten seine Dienstleistungen anbieten dürfen. Zu den Städten, in denen Uber aktiv wird, gehören die flämischen Städte Löwen, Antwerpen und Gent. Nicht überall ist man allerdings ist man erfreut über das Kommen von Uber.

Mit einer App ist es möglich, bei Uber Fahrten anzumelden. Man gibt z.B. seinen Standort und sein Fahrziel ein und ein Fahrer von Uber holt den Kunden ab und bringt ihn zum Ziel.

Uber ist in einigen europäischen Ländern und Städten bereits aktiv und in Belgien bietet das US-Unternehmen seine Dienstleistungen seit geraumer Zeit in der Hauptstadt Brüssel an. Hier arbeitete Uber zunächst mit Gelegenheitsfahrern, doch nach Interventionen der Taxiverbände und der Politik sorgte eine Gesetzesanpassung dafür, dass auch Uber nur mit Fahrern arbeiten darf, die eine Taxilizenz haben.

In der Universitätsstadt Löwen in Flämisch-Brabant ist man von Uber nicht begeistert, auch wenn der Fahrten-Dienstleister in Flandern unter den gleichen Vorschriften arbeiten wird, wie in Brüssel. Vor allem die hier aktiven Taxiunternehmen, von denen einige traditionsreiche Familienunternehmen sind, haben ihre Probleme damit.

Löwener Familienbetriebe "in ihrer Seele getroffen"

Löwen hatte vor einigen Jahren eine Art „Schutzmechanismus“ eingeführt, über den die hiesigen Taxiunternehmen feste Standplätze mieten konnten. Deshalb sind hier nur bisher nur ganz bestimmte Firmen aktiv und diese fahren alle zum gleichen Tarif. Doch das neue Taxi-Dekret der flämischen Landesregierung, das Anfang des Jahres auch aufgrund neuer Systeme erlassen wurde, ändert dies jetzt, bzw. schafft es ab.

Flandern öffnete den Markt in alle Richtungen, wie der damalige flämische Verkehrsminister Ben Weyts (N-VA) dazu kurz und bündig sagte: „Mehr Taxis für weniger Geld!“ Selbst die Stadt Löwen sieht Uber nicht gerne kommen und hält dies für eine Katastrophe für die angestammten Taxisunternehmer.

Und diese Firmen fühlen sich bedroht und in ihrer Seele getroffen, wie Taxiunternehmer Matthias Liekens aus Löwen gegenüber VRT NWS andeutete: „Wir fahren schon seit Jahren mit der nötigen Leidenschaft und dem dazugehörenden Respekt. Bei Uber kann jeder, der will, mit seinem Auto rumfahren und Leute befördern. Jetzt wird ein großes amerikanisches Unternehmen die lokalen Löwener Familienunternehmen tief in ihrer Seele treffen.“ Ob jetzt in dieser Branche in Löwen und anderswo ein Preiskrieg ausbrechen wird, ist unklar. 

Uber in Berlin

Meist gelesen auf VRT Nachrichten