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US-Botschafter in Belgien zu den Wahlen in Amerika: "Der Präsident zieht zu voreilige Schlüsse"

Ronald Gidwitz, der von US-Präsident Trump ernannte amerikanische Botschafter in der belgischen Hauptstadt Brüssel, ist der Ansicht, dass dieser zu voreilig reagiert, wenn er die Auszählung der Stimmen beenden will und damit droht, ansonsten zum Hohen Gerichtshof zu gehen. Gegenüber VRT NWS sagte der Republikaner Gidwitz, dass ein Wahlresultat erst dann offiziell sei, wenn alle Stimmen ausgezählt seien.

US-Botschafter Gidwitz war am frühen Mittwochmorgen aus der Botschaft in Brüssel bei der VRT-Wahlsendung zu den amerikanischen Präsidentschaftswahlen zugeschaltet. Kurz nach der Androhung Trumps, er werde vor den Hohen US-Gerichtshof ziehen, wenn die Auszählungen nicht sofort beendet würden und nach dem er sich als Wahlsieger ausgerufen hatte, legte dessen Botschafter in Belgien doch eher etwas Vorsicht an den Tag:

"Ich denke, dass der Präsident etwas zu voreilig ist. Er sieht jetzt Ergebnisse, die die Medien nicht vorausgesagt hatten und für ihn ist deutlich, dass er gewinnen wird, wenn alle Stimmen ausgezählt sind. Ich glaube, das dies gerade in ihm vorgeht."

"Doch in Wirklichkeit wird das Ergebnis nicht offiziell sein, bis zum ersten alle Stimmen gezählt sind und bis zum zweiten in einigen Wochen die Ergebnisse von jedem Staat als korrekt, also als wahrheitsgetreu anerkannt sind."

"Auf diese offizielle Anerkennung müssen wir wahrscheinlich bis zur ersten Dezemberwoche warten. Ich glaube, dass der Präsident ein bisschen voreilige Schlüsse zieht. Er sieht Resultate, die so nicht vorausgesagt wurden." 

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