Die Corona-Zahlen in Belgien steigen nicht mehr ganz so schnell

Die aktuelle Corona-Statistik für Belgien weist weiterhin auf allen Ebenen steigende Zahlen auf, doch der Anstieg nimmt in seinem Tempo leicht ab. In der vergangenen Woche (26. Oktober bis 1. November) wurden täglich rund 680 an Covid-19 erkrankte Patienten in Krankenhäusern aufgenommen. Das entspricht einem Anstieg um 15 %. Von den 7.405 Corona-Patienten, die derzeit in Krankenhäusern behandelt werden, liegen 1.412 auf Intensivstationen. Der Virologe Steven Van Gucht rechnet ab Frühjahr 2021 mit ersten Impfungen gegen Covid-19. 

Die Zahl derer, die intensiv behandelt werden müssen, steigt weiter täglich, doch die durchschnittliche Zahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus anstecken, ist leicht rückläufig, die die Statistik des belgischen Gesundheitsamtes Sciensano zeigt.

Am Mittwoch (4. November) wurden 653 Personen in Krankenhäusern aufgenommen, während gleichzeitig 673 Patienten die Kliniken wieder verlassen konnten.

Die Zahl der Corona-Patienten, die das Virus nicht überleben, steigt weiter eher stark an. Durchschnittlich sterben pro Tag in unserem Land rund 147 Betroffene an ihrer Covid-19-Infizierung. Seit Ausbruch der Epidemie im Frühjahr sind in Belgien bereits 12.331 Menschen daran gestorben.

*Die Zahl der Menschen, die sich täglich mit dem Virus anstecken, geht leicht zurück. In der Woche vom 26. Oktober bis zum 1. November haben sich pro Tag durchschnittlich 14.091 Personen infiziert. Das ist ein Rückgang im Tagesdurchschnitt um 6 %.  

Nach Angaben von Sciensano-Leiter Steven Van Gucht könnte es bereits im Frühjahr 2021 zu ersten Impfungen gegen das Virus kommen, also ab etwa März bis Juni: „Wir haben Millionen Impfdosen bestellt, doch wir wissen noch nicht, wie sicher sie sind und wie sie anschlagen werden. Die Untersuchungen laufen noch und die Resultate sind geheim.“

Die Universität im britischen Oxford, die in der Entwicklung mit dem Pharmakonzern AstraZeneca zusammenarbeitet, meldet, dass ein solcher Impfstoff bereits Anfang des Jahres bereitstehen könnte.

*Seit dem 21. Oktober ist in Belgien die Teststrategie angepasst. Seit dem werden nur noch Personen getestet, die einen Hochrisikokontakt hatten oder die aus einem Hochrisikogebiet zurückkehren (eine sogenannte „Rote Zone“). Hat eine Person keine Symptome (z.B. nach einem Hinweis durch die Kontaktverfolgung), muss sie sich für 10 Tage in Quarantäne begeben.

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