Nach Wien: Terrorwarnstufe in Belgien nicht angehoben - Es gilt aber erhöhte Wachsamkeit

Am Mittwoch traf sich der belgische Anti-Terrorstab zu Beratungen über die Bedrohungslage nach dem Anschlag in der österreichischen Hauptstadt Wien vor einigen Tagen. Doch die Analyse der Lage führt nicht zu einer Erhöhung der in Belgien geltenden Terrorwarnstufe. Allerdings gilt eine erhöhte Wachsamkeit in der Umgebung von neuralgischen Orten und Einrichtungen. 

Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) hatte am Mittwoch ein Treffen des belgischen Anti-Terrorstabs einberufen, um nach dem Anschlag in Wien bzw. den Anschlägen der vergangenen Tage auch in Frankreich die Bedrohungslage in unserem Land zu besprechen. Das Treffen war hochrangig besetzt und alle Sicherheits-, Polizei- und Nachrichtendienste nahmen daran teil.

Neben Bundesinnenministerin Annelies Verlinden (CD&V) nahmen Vertreter des Koordinationszentrums für Bedrohungsanalyse, OCAD, der Staatssicherheit, der Nachrichten- und Sicherheitsdienste, der Bundespolizei, des Krisenzentrums der belgischen Bundesregierung und des Außenministeriums sowie der Bundesstaatsanwaltschaft an dieser Sitzung teil.

Dabei kam heraus, dass aktuell keine Anhaltspunkte oder akute Hinweise auf einen Anschlag in Belgien vorliegt. Deshalb bleibt die Terrorwarnstufe weiter auf 2. In Belgien gilt ein Warnstufensystem mit 4 Stufen. Allerdings wird die aktuelle Sicherheitslage nach Wien stärker überwacht.

Rund um einige neuralgische und potentiell gefährdete Gebäude und Einrichtungen (wie z.B. die jüdischen Viertel in Antwerpen und andere jüdische Einrichtungen im ganzen Land oder auch einige Botschaften sowie die EU-Institutionen) gilt eine erhöhte Wachsamkeit, die in etwa der Terrorwarnstufe 3 entspricht.

Wie die entsprechenden Maßnahmen im einzelnen aussehen, wurde aus Sicherheitsgründen natürlich nicht bekanntgegeben. 

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